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Harburg

11.05.2015

Kunst im Park: Körbe, Schmuck und allerlei Figuren

Viel zu bestaunen gab es bei Kunst in Park in Harburg.
4 Bilder
Viel zu bestaunen gab es bei Kunst in Park in Harburg.
Bild: Sonja Mühleidner

Mehr als 40 Aussteller haben ihre kreativen Werke bei Sonnenschein in Harburg gezeigt. Bei den Besuchern kam die Veranstaltung im Märker-Park gut an.

Genüsslich leckt die zwölfjährige Julia an ihrer Kugel Schokoeis. Gerade hat sie es sich auf einer Bank im Märker-Park bequem gemacht. Zusammen mit ihrer Mutter ist sie bereits eine Runde durch die Grünanlage geschlendert. „Ja, ich habe mir schon was Schönes gekauft“, strahlt das Mädchen, „eine Halskette aus Mille-Fiori-Perlen.“ Farbenfroh schillert das Schmuckstück in der Sonne. Margit Löw aus Ebermergen hat es entworfen. „Die Glaskunstwerke dienten früher einmal als Zahlungsmittel“, sagt die Künstlerin, „und haben ihren Ursprung in Venedig. Nur Wohlhabende konnten sie sich leisten.“

Auf einmal springt Julia zu einem Stand mit Töpferwaren. „Ist der nicht süß!“ Der Ausruf gilt einem katzengroßen Elefanten aus schwarzem Ton, mit glasierten Stoßzähnen. „Wenn du den berührst, kannst du die afrikanische Erde spüren“, bemerkt eine Frau im Vorbeigehen. Doch da hat Julia schon den Korbflechter entdeckt. Hubert Mayr aus Binswangen arbeitet gerade an einem großen, stabilen Weidenkorb. „Viele hüten das Wissen um die Kunst des Korbflechtens wie ein Geheimnis“, weiß er zu berichten. „Ich führe es jedem vor, der es gern sehen möchte.“

Ein angenehmer Duft steigt Julia in die Nase. Er stammt von handgemachten Rosenseifen. Jinny Grünbeck hat sie selbst gesiedet. Fast zehn Stunden benötigt sie für eine Seifensorte. Zuerst werden die Zutaten gewogen, gemischt und in Formen gefüllt. Dann beginnt die Verseifung. Aus Fett, Öl und Lau-ge wird nach Ablauf einer chemischen Reaktion Seife. Dieser Prozess, bei dem Wärme freigesetzt wird, dauert einige Stunden. Danach muss die Seife langsam abkühlen und fest werden, damit sie gestürzt, geschnitten und gekantet werden kann. Anschließend lagert die Seife noch zwischen sechs und acht Wochen, bevor sie verkauft wird. „Jedes Seifenrezept muss laut Kosmetikverordnung von einem unabhängigen Institut geprüft und für den Verkauf freigegeben werden“, erläutert Grünbeck. „Das ist eine ziemlich teure Angelegenheit.“

Die über 40 Aussteller haben Glück. Schönwetterhoch Tina sorgt für angenehme Temperaturen und die Sonne lässt sich oft blicken. Da macht der Kunstspaziergang auch Julia und ihrer Mutter Spaß. Mit einer Metallgans für den Garten, einer Eule aus Fichtenholz und einer Anti-Stress-Seife mit Lemongrasduft verlassen sie gut gelaunt den Märker-Park.

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