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Rain

29.03.2019

Kurzzeitpflege: In Rain entstehen zehn neue Plätze

Im Seniorenheim in Rain entstehen zehn neue Kurzzeitpflegeplätze.
Bild: Barbara Feneberg

Die Nachfrage in diesem Bereich ist auch im Landkreis Donau-Ries groß. Darum geht das gKU neue Wege und will sein Angebot ausweiten.

Das gemeinsame Kommunalunternehmen des Landkreises (gKU) will bis zum Ende des Jahres am Seniorenheim in Rain zehn neue Kurzzeitpflegeplätze schaffen. Drei davon sind feste, sieben sollen jeweils „eingestreut“ werden. Bei Letzteren handelt es sich um kurzfristig frei werdende Plätze, wenn beispielsweise ein Heimbewohner stirbt.

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Landrat Stefan Rößle, gleichzeitig Vorsitzender des gKU-Verwaltungsrates, bestätigte entsprechende Informationen unserer Zeitung auf Anfrage. In der Verwaltungsratssitzung am Freitag in Nördlingen soll das Modell beschlossen werden. Es wird mit einer breiten Zustimmung gerechnet. Rößle sprach von einer „großen Nachfrage“ nach Kurzzeitpflegeplätzen innerhalb des Landkreises und einem sich daraus ergebenden Handlungsbedarf.

In Rain muss nicht umgebaut werden

Vor diesem Hintergrund habe er die gKU-Verwaltung geben, Möglichkeiten für ein Kurzzeitpflegeangebot durch das Kommunalunternehmen auszuloten und die wirtschaftlichen Aspekte zu prüfen. Letztlich habe sich dafür das Seniorenheim Rain angeboten, wo keine baulichen Veränderungen notwendig seien. „Wir als gKU betreten damit Neuland und wollen auch keine Zeit bei der Umsetzung des Vorhabens verlieren,“ so der Landrat.

Kurzzeitpflege: In Rain entstehen zehn neue Plätze

Erleichtert hat dem gKU den Einstieg in die neuen Angebote das Modell „Fix plus x“. Dabei verpflichtet sich eine Pflegeeinrichtung, feste Kurzzeitpflegeplätze für Senioren vorzuhalten, die üblicherweise zu Hause gepflegt werden und deren Angehörige eine vorübergehende Entlastung benötigen. Dafür erhält sie dann verbesserte Konditionen bei der Leistungsabrechnung. Ab 100 Bewohnern, wie im Seniorenheim in Rain, ist das Vorhalten von drei Kurzzeitpflegeplätzen Bedingung. Diese Plätze dürfen auch nicht für Bewohner in Dauerpflege verwendet werden.

Verhandlungen mit den Kassen

Laut Jürgen Busse, dem Vorstandsvorsitzenden des gKU, werden für das neue Angebot drei zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Nach der Beschlussfassung im Verwaltungsrat gelte es, mit den Kostenträgern (Krankenkassen) die neuen Kurzzeitpflegeplätze „zu verhandeln“ – sprich, diese in den Pflegesatzvertrag zwischen Kassen und Kommunalunternehmen mit aufzunehmen. Busse geht davon aus, dass neben den drei festen Kurzzeitangeboten stets auch eingestreute zur Verfügung stehen werden. Die Pflegekassen zahlen derzeit an die pflegenden Angehörigen pro Jahr bis zu 1612 Euro bei den Pflegegraden zwei bis fünf für bis zu acht Wochen Kurzzeitpflege. Was darüber hinausgeht, müssen die Angehörigen selbst aufbringen.

Dem Vernehmen nach will der gKU-Verwaltungsrat heute auch ein zusätzliches Angebot im Bereich der Schmerztherapie am Stiftungskrankenhaus in Nördlingen beschließen. Die recht erfolgreich laufende Schmerztagesklinik soll ihr Angebot unter anderem dadurch erweitern, dass sie künftig passende Therapieangebot für die älteren Menschen anbietet. Für Senioren sind die derzeit medizinisch-therapeutischen Programme häufig zu anspruchsvoll. Einen Arzt als zusätzlicher und fachkundiger Schmerztherapeut wurde bereits eingestellt und soll Anfang Mai kommen.

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