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Rain

24.11.2018

Lachnerkulturpreis für große Kunst

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3 Bilder
Gruppenbild mit den Geehrten: Die Preisträger Helmut C. Walter (vorne Mitte mit blauem Schal) und das Vorstufen-Ensemble der Rainer Stadtkapelle, vertreten durch Dirigentin Luisa Hänsel (vorne, Zweite von rechts) mit den Laudatoren Pfarrer Florian Kolbinger (rechts) und dem früheren Wemdinger Schulleiter Theo Knoll (Vierter von links), Sparkassendirektor Kurt Müller (Dritter von links) sowie Kuratoriums-Mitgliedern und Bürgermeistern.
Bild: Barbara Würmseher

Helmut C. Walter erhält in Rain eine große Würdigung, ebenso das Vorstufenensemble der Rainer Stadtkapelle. Beide Preisträger haben besonderes geleistet.

Einen unvergesslichen Gala-Abend im Bayertorsaal erlebten 270 Ehrengäste der Sparkasse Neuburg-Rain anlässlich der Verleihung des Lachnerpreises, der zum achten Male an Kulturschaffende vergeben wurde, finanziert von der Stiftung der Stadtsparkasse Rain. Ausgezeichnet wurden heuer der freischaffende Künstler Helmut Christian Walter und das Vorstufenensemble der Stadtkapelle Rain. Die musikalische Begleitung des Festakts besorgte Jazz-Musiker Stefan Holstein, ein enger Freund von Helmut C. Walter, mit Saxofon und Klarinette.

Kurt Müller, Stiftungsratsvorsitzender und Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Neuburg-Rain, sprach von „großer Freude“, dass die Stadt Rain und die Sparkasse auf Anregung von 2. Bürgermeister und stellvertretendem Verwaltungsratsvorsitzenden Leo Meier diese Preise verleihen. „Wir wollen besondere Leistungen von professionellen Künstlern, aber auch besondere Leistungen von Laien aus unserer Region hervorheben“, erklärte er. Es sei erfreulich, dass es in unserer Gegend zahlreiche Kunst- und Kulturschaffende gebe, die ein wichtiger Bestandteil des örtlichen Kulturlebens seien.

Botschafter der Stadt Rain

Gerhard Martin, Bürgermeister und stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender, dankte den Verantwortlichen der Stiftung und den Mitgliedern des Kuratoriums, „die uns diesen Preis ermöglichen und diese Veranstaltung zu einem herausragenden Ereignis werden lassen.“

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Aufgabe der Kommune sei es, Raum und Möglichkeit zur künstlerischen Entfaltung zu schaffen. Das gelte „für diesen Saal, für den neuen Veranstaltungsraum im Schloss oder auch für die Räume der Musikschule“. Die Lachner-Preisträger, denen er schon vorab gratulierte, seien Botschafter einer kulturell lebendigen Stadt Rain und der Region.

Helmut C. Walter hat für viele Medien gezeichnet

Theo Knoll, Rektor i. R. aus Wemding, berichtete, dass er spontan zugesagt habe, die Laudatio für den Künstler Helmut C. Walter zu sprechen. Er ging auf die Vita des Geehrten ein: geboren 1940, von 1967 bis 2000 Kunsterzieher am Gymnasium Donauwörth, darüber hinaus tätig als „Bildermacher“, als Zeichner, Illustrator und Karikaturist für die Augsburger Allgemeine, für Pardon, Publik und Süddeutsche Zeitung. Walter sei „ständig unterwegs“ gewesen, um seine Werke der Öffentlichkeit zu präsentieren, beispielsweise im Schaezlerpalais Augsburg, im Europaparlament Straßburg oder auch im Olaf-Gulbransson-Museum am Tegernsee. Mit seinen Engeln habe Walter Furore gemacht. Walter verwende gerne die Farbe Blau, jedoch finde sich immer irgendwo ein Rot, ein Gelb oder Weiß. Ein wichtiges Werk sei Walters Glasstele im Landratsamt Donau-Ries, „ein Aufruf zum Zusammenhalt im Landkreis“. Dass Walters „Himmelszeichen“ im Stadtpark Rain ihren Platz gefunden haben, sei ein Beleg dafür, dass selbst nach heftigen Auseinandersetzungen eine Lösung „im Zweifel für die Kunst“ möglich sei. Helmut C. Walter habe Wohnung und Atelier von Gunzenheim ins Donau-Ries-Seniorenheim Rain verlegt und sich damit die Möglichkeit kreativen Schaffens offengehalten.

„Musik ist etwas Himmlisches“ betonte Florian Kolbinger, ehemals Rainer Stadtpfarrer, der die Laudatio für das Vorstufen-Ensemble der Stadtkapelle vortrug.

Im Oktober 1992 habe Andreas Nagl, der Dirigent der Stadtkapelle Rain, fünf junge Bläser und einen Schlagzeuger um sich geschart und sei mit ihnen schon beim Weihnachtskonzert in der Stadtpfarrkirche aufgetreten. Im Jahr 2009 habe Musikstudentin Luisa Hänsel die Leitung übernommen. „Die wöchentliche Probe im Schloss mit bis zu 30 Jungen und Mädchen leite sie „zielgerichtet und ambitioniert“. Dem „Nachwuchs“ biete man beispielsweise eine Übernachtung im Schloss, Konzertbesuche oder Schlittschuhlaufen an. So stärkt die Leiterin, wie auch schon Andreas Nagl, das Gemeinschaftsgefühl und auch den Spaß miteinander. „Die Verleihung des Anton-Lachner-Preises ist Lohn für erbrachte Leistung und soll Ansporn sein für die Zukunft“, schloss der Redner.

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