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Genderkingen

21.08.2020

Leonhard Schwab fühlt sich von der Pandemie ausgebremst

100 Tage im Amt: Genderkingens neuer Bürgermeister Leonhard Schwab am Rathaus.
Bild: Helmut Bissinger

Plus Genderkingens Bürgermeister Leonhard Schwab spricht von einem lückenlosen Übergang. Auch seine Vita kommt ihm dabei zugute. Und der neue Mann hat viele Pläne.

Eigentlich könnte Genderkingens neuer Bürgermeister Leonhard Schwab nach den ersten rund 100 Tagen im Amt zufrieden sein. Er sei „angekommen“, sagt er auch. Man habe sich im Gemeinderat zusammengefunden und bereits ziel- und sachorientiert Entscheidungen getroffen. Das Wort „eigentlich“ schränkt die Startbilanz aber etwas ein. „Die Corona-Krise hat das gesamte Dorfleben lahmgelegt“, sagt Schwab. Das sei für den Gemeinschaftsgeist nicht gerade förderlich.

Weil er durch Corona terminlich nicht so sehr eingespannt gewesen sei, habe er Zeit gehabt, um gerade die Genderkinger Großprojekte voranzubringen und sich einzuarbeiten. Aber die Arbeit der Vereine ist ihm doch ein großes Anliegen. Der 62-jährige gebürtige Genderkinger ist nämlich ein Vereinsmensch. Durch die jahrzehntelangen Mitgliedschaften bei der Feuerwehr, den Schützen, dem Sport-, dem Musik- und dem Bürgerverein, in der Kirche als Pfarrgemeinderat und im Pastoralkreis sowie die Mitarbeit im Elternbeirat der Grundschule ist er stark verwurzelt. Und nichts ist ihm wichtiger als das gute Zusammenleben im 1200-Einwohner-Dorf.

Nochmal in Genderkingen anzutreten? Richtige Entscheidung, sagt Schwab

Es sei richtig gewesen, sich erneut um das Bürgermeisteramt zu bewerben, sagt Schwab, der bei seiner ersten Kandidatur 2014 seinem jetzigen Amtsvorgänger Roland Dietz unterlegen war. Schwab war nach dem Studium über 30 Jahre lang in Führungs- und Projektleitungsfunktionen tätig. „Das kommt mir stark zugute“, verrät er. Nach 21 Jahren im Gemeinderat sei es von großem Vorteil gewesen, „in viele Entscheidungen und Projekte eingebunden zu sein, die Historie zu kennen“.

Durch seine zeitliche Flexibilität will er die anstehenden Großprojekte Kindergarten und Kläranlage als „ehrenamtlicher Vollzeitbürgermeister“ realisieren. Beim Breitbandausbau setzt er auf zügige Realisierung des laufenden Projekts und er will zeitnah die neue Zuschussoption für den Ausbau des restlichen Ortsnetzes anpacken. Parallel dazu liegen ihm besonders Jugend, Senioren und Alltagsversorgung sehr am Herzen. „In vielen Punkten sind schon Weichenstellungen erfolgt“, erzählt er. Von Tag zu Tag spüre er, wie die Leidenschaft größer werde.

Er hat große Pläne für Genderkingen

Dass der finanzielle Spielraum in den nächsten Jahren klein sein werde, wisse er, doch es sei richtig gewesen, die zwei Großprojekte Kindergartenbau und Kläranlage auf den Weg zu bringen. Schwab hat aber etliche Pläne: „Gewerbeansiedlungen und Bauplatzangebote für junge Familien, Schließung von Baulücken, Erhalt der Grundschule und deren Generalsanierung, Hansele-Stadel sowie innerörtliche Straßen- und Gehsteigsanierung“.

Dass sich als Bürgermeister sein Lebensrhythmus verändern werde, dessen sei er sich bewusst gewesen. „Ja, es gibt viel zu tun, täglich“, sagt Schwab und will nicht darüber sprechen, wie viele Stunden er Woche für Woche im Amt verbringt. Für ihn zähle aber das Erfolgserlebnis, ebenso wie ein parteiunabhängiger Umgang im Gemeinderat. Er versuche, einen offenen Führungsstil zu pflegen – „im Dorf, bei den Ämtern und Behörden, bei Kollegen, Mandatsträgern und Verwaltung“.

Der Übergang sei lückenlos geglückt, was für die Gemeinde Vorteile bringe. Jetzt müsste eben nur noch das Vereinsleben wieder in Schwung kommen können.

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