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Historienspiel

24.05.2019

Liebe, Eifersucht und Größenwahn

Das Ensemble der Mitwirkenden beim historischen Spiel „Die ungleichen Brüder“.
Bild: Judith Strohhofer/Stadt Wemding

Zum Wemdinger Stadtjubiläum taucht eine Theatergruppe in die Geschichte ein. Geheimnisse um die Kirchtürme

Sieht man, wie sich die beiden ehrwürdigen Türme der Stadtpfarrkirche über den Wemdinger Marktplatz erheben, käme man nicht auf die Idee, dass es eine Zeit gab, als St. Emmeram nur einen Turm hatte. Zu sehr gehören sie als Einheit zusammen. Zum historischen Stadtfest sollen nun in einem Historienspiel die Umstände näher beleuchtet werden, die zu der mutigen und Aufsehen erregenden Entscheidung führten, einen zweiten Turm zu bauen. Die sich eigens zu diesem Anlass gegründete Theatergruppe „Historische Ensemble 2019“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte der Stadtpfarrkirche mit dem Stück „Die ungleichen Brüder“ auf die Bühne zu bringen.

Unter der Regie von Claudia Langer, Bianka Maier und Carmen Sailer-Hönle nehmen rund 40 Hobby-Schauspielerinnen und -Schauspieler die Gäste mit auf eine Reise durch Zeit und Raum, in welcher die entscheidenden Etappen der Geschichte St. Emmerams dargestellt werden. Und wie das Leben so spielt, ist auch diese Geschichte eng mit den Schicksalen einzelner Menschen und Familien verknüpft.

So werden die Zuschauer entführt an den kaiserlichen Palast zu Konstantinopel, wo ein Eunuch die Regierungsgeschäfte intrigant und skrupellos führt, weil Kaiser Konstantin VIII den Folgen seines ausschweifenden Lebensstils erliegt. Sie werden Zeugen der alltäglichen Herausforderungen, die die Wemdinger zu Beginn des 17. Jahrhunderts meistern mussten, nachdem sie Hexenverfolgung und Pest gerade überlebt hatten. Liebe, Eifersucht, Größenwahn und die Frage, wohin man eigentlich gehört, ranken sich um die beiden Türme.

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Stefan Rauwolf erweckt in seinem Historienspiel das Herzblut und die Tränen derer zu neuem Leben, die an der Errichtung der Türme beteiligt waren. Die Blütezeit der Stadt und die sich ankündigenden Konfessionsstreitigkeiten sind dabei ebenso spürbar wie der allgegenwärtige Hexenwahn der Zeit. Auf Basis historischer Fakten werden somit die Umstände erzählt, die dazu führten, dass 1619 der ehrgeizige Beschluss gefasst wurde, dem massiven Südturm einen etwas schlankeren Zwilling auf der nördlichen Seite der Stadtpfarrkirche entgegenzusetzen. (dz)

Spielzeiten: Freitag, 31. Mai, um 20 Uhr. Samstag, 1. Juni, um 20 Uhr. Sonntag, 2. Juni, um 13.30 Uhr, Ausweichtermin ist am Sonntag, 2. Juni, um 16.30 Uhr. Extragulden für Theaterstück 5 Euro. Karten gibt es nicht im Vorverkauf, sondern ausschließlich an der Tageskasse. Freie Platzwahl Einlass je 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn.

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