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Polsingen-Ursheim

12.09.2019

Lkw außer Kontrolle: Mann schwer verletzt, Pferd tot

Völlig zerstört wurde durch den Aufprall des Kieslasters dieser Pferdeunterstand an einer Scheune in Ursheim. Der Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Ein Pferd verendete.
Bild: Martin Wiemann

In Ursheim passiert ein spektakulärer Unfall. Auch Feuerwehr aus Wemding im Einsatz.

Im angrenzenden Mittelfranken hat sich am Mittwochnachmittag ein spektakulärer und folgenreicher Verkehrsunfall ereignet. Ein beladener Kieslaster rauschte in Ursheim (Gemeinde Polsingen) in ein Anwesen. Die Bilanz: ein schwer verletzter Lkw-Fahrer, ein totes Pferd, drei verletzte Tiere, ein erheblich beschädigtes Gebäude und ein Stromausfall in mehreren Orten. Bei dem Unglück waren auch Kräfte aus dem Donau-Ries-Kreis im Einsatz.

Lastwagen mit Schotter beladen

Der Reihe nach: Ein 61-Jähriger war gegen 13.45 Uhr mit dem Lastwagen einer Firma aus Mittelfranken von Oberappenberg her in Richtung Ursheim unterwegs. Am Ortsbeginn von Ursheim verlor der Fahrer, 61, laut Polizei in einer Linkskurve aus bislang völlig ungeklärter Ursache die Kontrolle über den Sattelzug, der mit Schotter beladen war.

Vier Pferde in Unterstand

Der Laster kam nach rechts von der Straße ab, prallte gegen den Betonpfeiler einer Stromleitung und riss diesen um. Etwa 100 Meter weiter kippte der Lkw und und prallte gegen einen Pferdeunterstand, der an eine Scheune angebaut war. Der Unterstand wurde durch den Aufprall komplett zerstört. Zu diesem Zeitpunkt standen dort vier Pferde. Eines wurde getötet, drei weitere erlitten Verletzungen. Der Unterstand sei regelrecht gegen den Stadel geschoben worden, berichtet Dieter Meyer, Leiter der Polizeiinspektion Treuchtlingen. Nach Informationen unserer Zeitung hatte sich kurz zuvor noch die Besitzerin des Anwesens in diesem Bereich aufgehalten.

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Der Lkw-Fahrer erlitt schwere Verletzungen. Um ihn kümmerte sich der Rettungsdienst. An den Unfallort eilten auch die Freiwilligen Feuerwehren aus Ursheim, Polsingen, Wemding und Westheim. Die Wemdinger waren mit 18 Mann vor Ort. Durch den Unfall wurde auch die Scheune erheblich in Mitleidenschaft gezogen.

Mehrere Orte ohne Strom

Durch die beschädigte 20000-Volt-Stromleitung waren mehrere Orte von Ursheim bis Hechlingen vorübergehend ohne Elektrizität.

Die Polizei will jetzt ermitteln, warum es zu dem Unglück kam. Eine erste Auswertung der Lenk- und Ruhezeiten ergab, dass der 61-Jährige weder zu schnell gewesen war, noch zu lange am Steuer gesessen hatte.

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