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28.03.2009

Mancher trennt sich jetzt von seiner Waffe

Donauwörth (wwi) - Der Amoklauf in Winnenden und die daraus resultierenden Diskussionen um den Umgang mit Waffen in Deutschland haben offenbar auch manchen Gewehr- und Pistolenbesitzer im Donau-Ries-Kreis zum Nachdenken gebracht. Jedenfalls registriert Karl Lasch, Fachbereichsleiter für Sicherheitsangelegenheiten im Landratsamt Donauwörth, verstärkt Anfragen von Waffenbesitzern, "die sich nach Vorschriften zur Aufbewahrung erkundigen".

Es meldeten sich auch Bürger, die - aufgeschreckt durch die schrecklichen Ereignisse in Baden-Württemberg - ihre Waffe(n) abgeben wollen. Etwa zehn Personen mit jeweils ein bis zwei Schusswaffen hätten sich in den vergangenen Wochen zu diesem Schritt entschieden. Meist handle es sich um Leute, die bereits vor 1973 Waffen besessen haben. In jenem Jahr trat Lausch zufolge ein Gesetz in Kraft, nach dem alle Pistolen und Gewehren anzumelden waren. Die Bürger, denen bereits zuvor eine Waffe gehört hatte, erhielten damals eine Waffenbesitzkarte, aber keine Munitionserwerbsberechtigung.

In München entsorgt

Jetzt, nach all den Jahren, lägen die alten Karabiner, Kleinkaliber-Gewehre oder Pistolen daheim, hätten keinen Marktwert mehr und würden auch nicht gebraucht. Trenne sich jemand von einer solchen Waffe, nimmt sie das Landratsamt entgegen. Die Gewehre und Pistolen werden laut Lasch in der Waffenverwertungsstelle des Landeskriminalamts in München entsorgt.

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