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20.02.2008

Manchmal ist Reden auch Gold

Viel Blabla und nichts dahinter? Nicht bei den Teilnehmern des bundesweiten Wettbewerbs "Jugend debattiert".

Von Sandra Baumberger, Donauwörth

Viel Blabla und nichts dahinter? Nicht bei den Teilnehmern des bundesweiten Wettbewerbs "Jugend debattiert": In den Wertungs-Kategorien Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft straften die Teilnehmer des Schulverbundsfinales am Gymnasium Donauwörth das geflügelte Sprichwort "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold" Lügen.

Schon in der Eröffnung des Finales hatte Studiendirektorin Helena Eibl attestiert: "Argumentieren können die hier Anwesenden in ganz erstaunlichem Maße." Und tatsächlich zeigten die Schüler ein Diskussionsverhalten, an dem sich nach Ansicht einiger Jurymitglieder so mancher Politiker ein Beispiel nehmen könnte.

In der Kategorie Mittelstufe debattierten Jana Wiedenmann (9. Klasse Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen), Julia Kling (8. Klasse Albertus Gymnasium Lauingen), Lisa Ertle und Christoph Mayerle (beide 10. Klasse Albertus Gymnasium Lauingen) darüber, ob Tierversuche an Affen und Halbaffen verboten werden sollen. In der Kategorie Oberstufe setzten sich Maximilian Schiele und Martin Bauer (beide 11. Klasse Albrecht-Ernst-Gymnasium Oettingen) sowie Steffen Berchtenbreiter und Robin Berezov (beide 11. Klasse Fachoberschule Donauwörth) mit der Frage auseinander, ob Online-Durchsuchungen von privaten Computern bundesweit erlaubt werden sollen.

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Geprägt waren die Rededuelle beider Altersstufen von großer Sachkenntnis und Fairness. Entsprechend schwer fiel es den Juroren denn auch, die Debattanten zu beurteilen. Der erste Platz in der Mittelstufe ging an Jana Wiedenmann, der zweite an Lisa Ertle. Christoph Mayerle und Julia Kling belegten die Plätze drei und vier. In der Oberstufe konnte Maximilian Schiele das Wortgefecht für sich entscheiden. Zweiter wurde Robin Berezov, Dritter Martin Bauer und Vierter Steffen Berchtenbreiter.

Die beiden Erst- und Zweitplatzierten nehmen nun am Vorentscheid für das Landesfinale teil. Doch egal, wie dieses endet: Gewonnen haben sie schon jetzt: Zum einen ein dreitägiges Rhetorik-Training und zum anderen jede Menge Erfahrung im guten Debattieren. Und das ist "sicher auch fürs Berufsleben ein guter Faktor", meint Lisa.

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