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Kommunalwahl 2020

28.02.2020

Mauern statt Mauren: Erwin Huber fährt in den falschen Ort

Erwin Huber war am Ascherdonnerstag Festredner in Mauren. Zuvor hatte er sich aber verfahren.
Bild: Helmut Bissinger

Plus Der ehemalige CSU-Parteivorsitzende Erwin Huber spricht in Mauren – allerdings mit Verspätung. Der Politik-Profi gesteht: "Das ist mir noch nie passiert."

Erwin Huber war Generalsekretär, 40 Jahre Landtagsabgeordneter, Staatsminister und für kurze Zeit Vorsitzender der Christlich Sozialen Union ( CSU ). „Ein richtiger Polizeisoldat“, urteilt Georg Schmid, früherer Landtags-Fraktionsvorsitzender und langjähriger Weggefährte von Erwin Huber. Schmid wartet im Gasthaus Lamm gemeinsam mit 150 anderen Interessenten auf den Hauptredner des vom CSU-Ortsverband organisierten „Ascherdonnerstags“. Dieser sollte einen kuriosen Verlauf nehmen.

Ortsvorsitzender Wolfgang Stolz verkündet, dass sich Huber etwas verspäten werde, lässt die „7 auf einen Streich“ der Stadtkapelle Harburg den Begrüßungsmarsch spielen, aber man hat ihm einen Streich gespielt. Nicht Huber , sondern ein Besucher betritt den Saal.

Erwin Huber kam eine Stunde später nach Mauren

Dann die Nachricht am Telefon: Huber wird sich um eine Stunde verspäten. „So etwas ist mir noch nicht passiert“, löst der jetzige „Ruheständler“ auf, als er dann doch, etwas abgekämpft, eintrifft. Huber hatte in sein Navi „ Mauern “ und nicht „Mauren“ eingegeben und landete prompt in der Ortschaft Mauern bei Rennertshofen.

Beim Ascherdonnerstag in Mauren: (von links) Wolfgang Fackler, Georg Schmid, Bernd Spielberger, Erwin Huber und Wolfgang Kilian.
Bild: Helmut Bissinger

Die Zeit überbrückt Bundestagsabgeordneter Ulrich Lange , der gemeinsam mit Landtagsabgeordnetem Wolfgang Fackler und Landrat Stefan Rößle sowie anderen CSU-Verantwortlichen im Landkreis gekommen ist. Lange rühmt den CSU-Bürgermeisterkandidaten für Harburg. Bernd Spielberger habe er als einen heimatverbundenen Mann kennengelernt, „der für die Stadt und ihre Ortsteile voller Tatendrang brennt“.

CSU-Mann fordert Vorgehen gegen rechtsradikales Gedanktentum

Nachdem Erwin Huber schließlich eingetroffen ist, gibt er sich moderat. Ein „Wadlbeißer“ war er auch nicht, als er Generalsekretär der CSU war. In der Sache ist Huber aber glasklar. Er bezeichnet seine Partei als „Stabilitätsanker“ in Deutschland , wirbt für mehr Gemeinschaftssinn und die schnellere Umsetzung von Projekten. „Wir sind in unserer Republik etwas langsam geworden“, fasst er die langen Genehmigungsverfahren für Maßnahmen zusammen.

In wirtschaftlicher Hinsicht befürchtet der Niederbayer eine kleine Delle angesichts der Auswirkungen des Coronavirus. Er verstehe, wenn Jugendliche auf die Straße gingen, um die Zukunftsfähigkeit anzumahnen. Andererseits seien die Startchancen für junge Menschen niemals zuvor so gut gewesen wie jetzt.

Bedrückend nannte der Redner „die Serie der rechtsradikal motivierten Taten“. Die Gesellschaft sei gefordert, gegen das Gedankentum von Menschen vorzugehen, in deren Köpfen so etwas vorgehe.

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