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Schiene

10.04.2015

Mehr Komfort für Bahnreisende

Bereichsmanager der Bayerischen Eisenbahngesellschaft für Nordschwaben kündigt an, dass ab Ende 2016 zwischen Donauwörth und Treuchtlingen neue Doppelstockzüge fahren

Bei einer Informationsveranstaltung der Interessengemeinschaft Barrierefreier Bahnhof Otting-Weilheim hat Klaus Wywiol von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) über die Organisation des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) in Bayern gesprochen. Mit der Bahnreform 1996 wurde die Zuständigkeit für den Nahverkehr auf der Schiene auf die Bundesländer übertragen. Der Freistaat gründete im Zuge dessen für die Planung, Finanzierung und Kontrolle des Regionalzug- und S-Bahn-Verkehrs die BEG. Sie ist eine hundertprozentige Tochter des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr. Für die IG Bahnhof lag es deshalb nahe, mit dem für Nordschwaben zuständigen Bereichsmanager Klaus Wywiol einen Referenten aus der BEG einzuladen. Diese habe viel für den bayerischen SPNV erreichen können, sagte der Referent. So sei seit 1996 das Angebot an Zugfahrten um fast 50 Prozent ausgeweitet worden. Die meisten Teile Bayerns seien mittlerweile mindestens stündlich mit Zügen erschlossen. Rund 120 Millionen Zugkilometer werden jährlich von der BEG bestellt – kein anderes Bundesland bestelle mehr Züge.

Nach und nach seien die Leistungen des Regionalzugverkehrs im Freistaat ausgeschrieben worden. Dies ziehe einen regen Wettbewerb nach sich, der nicht nur Ausweitungen des Zugangebots, sondern auch erhebliche Komfortverbesserungen für die Fahrgäste mit sich brachte. „Die Bürger honorieren das: Heute fahren 70 Prozent mehr Menschen mit dem Zug als noch vor 20 Jahren“, so Wywiol. Auch Reisende auf der Bahnstrecke Donauwörth- Treuchtlingen kommen ab Ende 2016 mit der Inbetriebnahme des SPNV-Wettbewerbsprojekts „Ringzug West“ in den Genuss fabrikneuer, klimatisierter Doppelstockzüge. Die Finanzierung des Regionalzugangebotes werde jedoch zunehmend schwieriger. Für die Nutzung von Gleisen und Bahnstationen behalten deren Betreiber wie bei einer Maut Nutzungsentgelte für jeden Zug ein. Diese Kosten galoppieren Wywiol zufolge derzeit den für die Bestellung für den SPNV zur Verfügung stehenden sogenannten Regionalisierungsmitteln davon. Es drohe schon mittel- bis kurzfristig eine erhebliche Unterfinanzierung des Regionalzugverkehrs. Angebotsverbesserungen wie etwa die stündliche Zugbedienung Otting-Weilheims am Wochenende, für die sich die IG starkmacht, rücken unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen in weite Ferne.

Jörg Lange von Pro Bahn appellierte deshalb, das Gespräch mit den Bundestagsabgeordneten zu suchen, damit diese sich im Parlament für eine bessere Mittelausstattung der Länder für die Finanzierung des SPNV starkmachen. Möglichkeit für die Eintragung in die Unterschriftenliste des Fahrgastverbandes besteht im Rathaus der Gemeinde Otting. (pm)

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