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Geburtstag

16.08.2019

Mehr Manager als Verwalter

Die Gemeinde Mertingen gab für Bürgermeister Albert Lohner (Mitte) zu dessen 70. Geburtstag einen Empfang. Rechts Zweiter Bürgermeister Hans Mair, links Laudator Franz-Xaver Ries.
Bild: Helmut Bissinger

Wie Mertingen seinem Bürgermeister zum 70. Geburtstag gratulierte

Ein gut gelaunter Jubilar, eine kleine Schar von Weggefährten, dazu die Mertinger Musikanten und ein Gratulant, der mit den Ergebnissen seiner Ahnenforschung überraschte. Mit einem Empfang in der Alten Brauerei ehrte die Gemeinde Mertingen Bürgermeister Albert Lohner zu dessen 70. Geburtstag. Den Menschen wolle man in den Mittelpunkt rücken, betonte Zweiter Bürgermeister Hans Mair.

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Ganz zu trennen von seinem 23-jährigen Engagement als Bürgermeister für seine Heimatgemeinde lässt sich die Würdigung des Lebens von Albert Lohner nicht, wie sich schnell zeigte. Dennoch holte Laudator Franz-Xaver Ries weit aus. Mit launigen Worten und fundiert berichtete der Mertinger Gemeindearchivar von seinen Recherchen über die Herkunft des Jubilars. Dabei blieb er in Zell bei Neuburg hängen, denn in dieser Gegend haben die Lohners ihren Ursprung. Und dort, so listete Ries auf, hätte es auch lange Jahrzehnte Bürgermeister mit dem Namen Lohner gegeben.

So manches kramte Ries hervor, ganz zur Überraschung Lohners. Manches war selbst ihm neu, manches formulierte der Laudator so überspitzt, dass seine Zuhörer immer wieder schmunzelten. Lohners Liebe für „heiße Öfen“ sprach Ries an, ebenso wie dessen Kindheit (mit historischen Bildern) oder dessen „Sturm-und-Drang-Zeit“, als er in mehreren Bands Gitarre spielte. Ries: „Auch bei den Ladykillern.“

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Es sei damals „nicht groß hergegangen“, meinte Ries, als er die Hochzeit des Jubilars mit seiner Gattin Gerda in der Mertinger Dorfwirtschaft ansprach. „Es gab einfach nichts“, erinnerte der Laudator, „nur Dünnbier“. Bei der damaligen MBB in Donauwörth sei der Heilig-Kreuz-Schüler Fertigungsleiter gewesen, als er in Mertingen Gemeindeoberhaupt geworden sei. Viel, so Ries, habe er seither bewegt, er, der sich mehr als Manager statt Verwalter sehe. Schon Hans Mair hatte zuvor hervorgehoben, dass Lohner Mertingen seinen Stempel aufgedrückt habe. Auch schwierige Themen habe er immer „gelassen, besonnen und überlegt“ angegangen.

Politische Freunde wie auch die Unternehmerin Christine Weber gratulierten mit einer Videobotschaft. Geschenke gab es natürlich auch: Einen Gutschein für eine Tagestour mit dem flottesten aller Porsches und eine Kiste mit edlen Tropfen. Autos und Wein – zwei Leidenschaften des Jubilars.

Und der Jubilar? Er zeigte sich gerührt und geehrt. „Das Leben hat es gut mit mir gemeint“, blickte er zurück. Dabei sei er allen dankbar, die ihn in sieben Jahrzehnten unterstützt und geholfen hätten, „die Kunst des Lebens zu verstehen“, denn mit einer Hand lasse sich kein Knoten binden. Er fühle sich angekommen „mitten im Leben“. Eine gute Einstellung mag mancher gedacht haben, denn im kommenden Frühjahr stellt sich Lohner nicht mehr der Wiederwahl und dann beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Offenbar mit einer langen Liste von Vorhaben.

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