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Harburg

08.05.2014

Mehr als die Hälfte hört auf

Bürgermeister Wolfgang Kilian (links) mit den scheidenden Ratsmitgliedern: (von links) Thomas Höckner, Rupert Litzel, Günter Peraus, Josef Dollinger, Alois Stadler, Helmut Lanzer, Georg Schrödle, Michael Amerdinger, Herbert Rebele und Bernhard Röthinger.
Bild: Thomas Hilgendorf

In der Burgstadt scheiden zwölf Stadtratsmitglieder aus. Alois Stadler war 36 Jahre an Bord

Nach einem Blick auf die Liste des Harburger Stadtrates muss der Betrachter sich dann doch erst einmal die Augen reiben. Am besten noch mal nachzählen, denn die Zahl der ausscheidenden Stadträte in Harburg erscheint wahrhaft rekordverdächtig: Sage und schreibe zwölf Ratsmitglieder machen in der Burgstadt nicht mehr weiter. Und trotzdem: Die Stimmung bei der Verabschiedung war entspannt – über die Fraktionsgrenzen hinweg.

Mehr als die Hälfte der Stadtparlamentarier sagte jetzt „Servus“ in Harburg. Bürgermeister Wolfgang Kilian fiel es sichtlich nicht leicht, Abschied zu nehmen – gerade weil man sich über Fraktionsgrenzen hinaus recht gut verstanden und ein konstruktives Arbeitsgremium gebildet habe.

Doch nicht nur das. Es habe menschlich gestimmt, so das Stadtoberhaupt bei der Verabschiedung der zwölf scheidenden Stadträte: „Man hat einen Teil des Lebens miteinander verbracht.“

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Stadtrat zu sein, das sei ein echtes Ehrenamt im Dienste der Bürger, eines, das beileibe nicht immer einfach auszuüben sei: „Man ist oft der Prellbock zwischen der Rathausverwaltung und den Bürgern“ – positiv ausgedrückt: Es brauche die Stadträte nicht nur als verantwortungsvolle Entscheider, sondern auch als Vermittler – quasi als städtische Diplomaten.

In der Öffentlichkeit, so Kilian weiter, werde oftmals die inhaltlich anspruchsvolle Arbeit der Mandatsträger übersehen, die weit über die normalen Sitzungen des Rates hinausgehe – die Ausschusssitzungen, die Referententätigkeiten, „alles fordert und erfordert Wissen“.

Vor allem hob Bürgermeister Kilian die langjährige Tätigkeit von Alois Stadler (CSU) hervor. Das Ratsmitglied aus dem Stadtteil Ebermergen war 36 Jahre an Bord. Zwischen 1990 und 2002 war Stadler Zweiter, zwischen 2002 und 2008 schließlich Dritter Bürgermeister Harburgs. Stadler sagte, dass er sein Amt stets gerne ausgeübt habe, dass nun aber ein neuer Lebensabschnitt mit der Familie anstehe.

Stadler empfahl das Amt jedoch weiter: „Es war eine gute Zeit, es waren gute Jahre.“ Über 1000 Termine hat Stadler für die Stadt wahrgenommen. Kilian sagte indes, es sei beachtlich, wenn jemand „ein halbes Leben“ für seine Stadt gearbeitet habe.

Auch Zweiter Bürgermeister Georg Schrödle (PWG/BG/FW) war lange Jahre Ratsmitglied: 24 an der Zahl. Als Ortssprecher kam er 1990 in das Gremium, Zweiter Bürgermeister war er seit 2002. Nach 18 Jahren verabschiedete sich Stadtrat Bernhard Röthinger (CSU) aus Ebermergen. Thomas Höckner (PWG/BG/FW), der sich vor allem in den Bauausschuss nachhaltig eingebracht hatte, hört nach 16 Jahren auf. Auf zwölf Jahre im Amt kommen Josef Dollinger (CSU), Helmut Lanzer (SPD), Rupert Litzel (PWG/ BG/ FW), Günter Peraus (CSU/ JB) und Petra Wiedemann (CSU).

Sechs Jahre Arbeit im Stadtrat können indes Michael Amerdinger (PWG/BG/FW) und Roland Zühlke (bis 2009 SPD-Fraktion) vorweisen.

Als Ortssprecher Ronheims war Herbert Rebele zudem seit November 2011 Mitglied des Gremiums.

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