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Schießen

02.12.2016

Mertinger Doppelsieg in der Bayernliga

Erst im vergangenen Frühjahr aufgestiegen, schlagen sich die Mertinger Schützen in der Bayernliga sehr gut.

Die Mertinger Gemütlichkeit-Schützen machen mit Punkten gegen Wechingen und Großaitingen 2 einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt. Titelfavorit Staudheim trifft dagegen auf eine Übermacht und muss Rang eins räumen.

Staudheim/Mertingen Drei von sieben Wettkampftagen haben die Luftgewehrschützen in der Bayernliga Süd-West bereits absolviert und beim Blick auf die Mannschaftspunkte fällt auf: Die ersten fünf Teams haben allesamt 8:4 Zähler auf dem Konto. Darunter sind auch die Schützen aus Staudheim und Mertingen. Erstere mussten am vergangenen Wettkampftag allerdings ihre durch Einzelpunkte erlangte Spitzenposition abgeben.

Für die Staudheimer Winterlust-Schützen um Stefan Lindel ging es nach Olching (nahe München). Im neu gebauten Schützenheim der Olchinger trafen sich zusätzlich die Mannschaften aus Dießen und Prittlbach. Für die Winterlustschützen bedeutete dies einen Wettkampf mit zwei Gegnern auf Augenhöhe, denn beide Mannschaften lagen in der Tabelle direkt hinter Staudheim.

Gegen Dießen erwischte Sandra Specht nicht ihren besten Tag und legte zwar mit 389 ordentlich vor aber gegen 392 ihres Gegners zog sie den Kürzeren. Die zweite Frau im Team Staudheim, Martina Lindel, reihte sich ergebnistechnisch knapp hinter Specht ein und erzielte 388 Ringe. Durch ihre Schnelligkeit war sie, wie so oft, weit vor ihrem Gegner fertig. Obwohl dieser mit 97, 98 anschoss und eigentlich gut gegenhalten hätte können, setzte ihm der Druck des Nachschießens dermaßen zu, dass Lindel schlussendlich mit zwei Ringen Vorsprung den Ausgleichspunkt für Staudheim holte.

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Markus Dietmayr tat es Martina Lindel gleich und schoss 388 Ringe. Aber ihm erging es wie Specht. Gegen die 391 Ringe seines Gegners war das zu wenig. An Position fünf holte Jürgen Herde mit 386:383 wiederum den Ausgleichspunkt für die Winterlustschützen. Er steigerte sich kontinuierlich in den Serien. Sieben Ringe lag er vor der letzten Serie vorn. Doch dann schlich sich der Fehlerteufel ein und Herde verpasste ein Topergebnis. Die 386 bedeuteten dennoch Saisonbestleistung. Den knappsten Kampf führte Stefan Lindel. Doch behielt er mit 383:382 die Oberhand und sicherte Staudheim den hart erkämpften Mannschaftspunkt.

Nach nur kurzer Verschnaufpause mussten die Staudheimer gleich wieder an den Schießstand – diesmal gegen Prittlbach. Aus dem Vormittagskampf war auch klar, gegen welche Schützen sie anzutreten hatten. Die Ernüchterung war groß, denn Prittlbach hatte sich aus ihrem Pool der 1. Bundesliga verstärkt. Und diese Schützen zeigten auch ihr ganzes Können. An Position eins schoss Gabriela Vognarova mit 99-100-100-99 sensationell. Dieser Konstanz hatte Specht mit 389 Ringen nichts entgegenzusetzen. Auch Claudia Keck von Prittlbach legte mit 100-98-100 schon gut vor. Dietmayr hielt mit 99-98-99 gut dagegen, musste letztendlich aber den Punkt mit 394:397 abgeben. Stefan Lindel mit wieder guten 388 Ringen hatte gegen 391 Ringe ebenfalls das Nachsehen. Und so blieben einzig Martina Lindel und Jürgen Herde, die jeweils mit 383 Ringen überzeugten, die Ehrenpunkte für Staudheim zu holen.

Marie-Christin Thurner behält im Stechen die Nerven

Mit zwei Siegen schlossen die Schützen von Gemütlichkeit Mertingen den Wettkampftag. Damit hat der Aufsteiger nun vier Siege auf dem Konto – vielleicht sogar schon genug für den Klassenerhalt, wie Trainer Martin Thurner beim Heimwettkampf vor vier Wochen meinte. Bei Gastgeber Wechingen ging es für die Mertinger zunächst gegen das zweite Team der Singoldschützen aus Großaitingen. Die starke Schweizerin Andrea Brühlmann holte mit 391:387 Ringen ihren Punkt nach Mertingen. Auch Verena Schröttle mit 381:377 und André Sauter mit 383:381 behielten die Oberhand. Barbara Riedel (382:392) und Marie-Christin Thurner (370:384) zogen jedoch klar den Kürzeren.

Im zweiten Wettkampf gegen die Gastgeber aus Wechingen setzten sich die Mertinger mit 4:1 durch. Doch die Gemütlichkeit-Schützen hatten es zuvor spannend gemacht. Gleich zweimal musste das Stechen entscheiden. Verena Schröttle und Gegnerin Katja Schröppel hatten beide 385 Ringe geschossen. Mit einer Acht im dritten Schuss unterlag Schröttle der Neun von Schröppel – der einzige Punkt für Wechingen. Marie-Christin Thurner (382:382) bewies im Stechen mit dreimal der Höchstpunktzahl Zehn Nervenstärke und holte den Zähler in ihr Team. Zuvor hatten auch Andrea Brühlmann (389:380), Barbara Riedel (390:387) und André Sauter (389:381) gepunktet.

Am nächsten Wettkampftag am 11. Dezember dürfen sich die Winterlustschützen aus Staudheim als Gastgeber präsentieren. Zu Gast sind dann Mertingen, Bergheim und Olching. (fl, sut)

Bayernliga – Tabelle

1. Kgl.priv. FSG Diessen a.A. 8:4

2. SV Germania Prittlbach 2 8:4

3. SV Winterlust Staudheim 8:4

4. Donauperle Bergheim 8:4

5. Gemütlichkeit Mertingen 8:4

6. Singoldschützen Großaitingen 2 6:6

7. Wörnitzschützen Wechingen 2:10

8. SG“Gemütlichkeit“ Olching e.V. 0:12

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