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Kommunalwahl 2020

22.01.2020

Michael Bosse will in Donauwörth anpacken statt abwarten

Michael Bosse will den Sanierungs- und Investitionsstau in Donauwörth abbauen – zudem müsse die Stadt Neues anpacken.

Plus Michael Bosse kandidiert für das Amt des Oberbürgermeisters. Dabei will er Neues starten und die Warteliste abkürzen.

Michael Bosse war der erste, der sein Interesse am höchsten Amt der Stadt anmeldete – im April 2017, da war noch gar nicht klar, dass Amtsinhaber Armin Neudert nicht mehr kandidieren würde. Der Hintergrund des Riedlingers, der die Freien Wähler im Stadtrat vertritt: Zu viel werde in Donauwörth seit Jahren auf die lange Bank geschoben, zu wenig Neues und Notwendiges angepackt.

Als Stadtrat habe er dies in den vergangenen Jahren erleben müssen. Donauwörth werde eher verwaltet denn mit neuen Ideen weiter vorangebracht, meint der 50-Jährige. Sinnbildlich stehe dafür die seit gut 15 Jahren leer stehende Stadtmühle.

Neue Impulse für die Innenstadt

Gerade die Innenstadt verlange angesichts eines veränderten Konsumentenverhaltens nach neuen Impulsen, allem voran auch aus dem Rathaus. Doch von dort komme, so Bosse , zu wenig – Ideen würden bisweilen nicht oder nur stiefmütterlich weiterverfolgt, es existiere ein Sanierungsstau. Zudem sei die Nachfrage nach leistbarem Wohnraum mittlerweile immens, das Angebot hingegen bescheiden. Weitere Kernthemen Bosses sind:

Verwaltung: Im Rathaus würden die Grundlagen für die Entscheidungen des Stadtrates ausgearbeitet. Der Rat als Souverän brauche vollständige Hintergrundinformationen, was etwa bei den Themen Biogasanlage Zirgesheim und Tanzhaus zuletzt nicht geschehen sei. Die Ziele und Projekte der Stadt müssten regelmäßig und messbar überprüft werden. Bei Anträgen der Bürger brauche es ein digital einsehbares „Ampelsystem“, damit die Menschen prüfen können, wie weit die Bearbeitung fortgeschritten ist. Bosse verlangt zudem regelmäßige Stadtteilversammlungen. In Riedlingen beispielsweise habe eine solche „seit mindestens acht Jahren“ nicht mehr stattgefunden.

Stadtentwicklung: Der „Dreh- und Angelpunkt“ hierbei sei der Durchstich unter dem Bahnhof in Richtung Airbuswerk. Einen Beschluss zur Eröffnung des diesbezüglichen Planfeststellungsverfahrens gebe es seit Jahren – der sei jedoch einfach versandet. Bosse forciert den Neubau des Tanzhauses mit integriertem Parkhaus sowie den Bau einer Veranstaltungshalle. Donauwörth brauche zudem ein „Liegenschafts-Management“.

Wirtschaft: Wirtschaftsförderung müsse „Chefsache“ werden. Bosse fordert neue Bau- und Gewerbegebiete, er plädiert daher unter anderem für ein Einheimischenmodell. Baugebiete müssten auch außerhalb des Alfred-Delp-Quartiers ausgewiesen werden, möglichst in jedem Stadtteil. Die Stadt müsse Start-Up-Wettbewerbe ins Leben rufen und junge Gründer nach Donauwörth locken. Hierzu müsse dringend immer wieder das Gespräch mit Geschäftsleuten und Immobilienbesitzern gesucht werden. (hilg)

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