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Kommunalwahl 2020

17.01.2020

Michael Ensinger sieht den Blick von außen auf Buchdorf als Vorteil

Der 55-jährige Michael
Foto: Kathrin Liebhäuser

Plus Michael Ensinger will als Bürgermeister in Buchdorf vieles bewegen – im großen Miteinander. Der gebürtige Rainer hat sich in die Materie schon eingearbeitet.

Michael Ensinger ist kein Buchdorfer nach dem Melderegister – aber schon jetzt ein Buchdorfer aus Leidenschaft. Mit Beginn seiner Bürgermeister-Kandidatur hat er sich in die Geschicke der Gemeinde tief eingearbeitet und Ideen entwickelt. Dabei hatte für ihn beruflich zunächst eigentlich alles ganz anders angefangen.

Als 17-Jähriger entschied sich der gebürtige Rainer für die Polizei-Laufbahn. Prägende Jahre waren die in Wackersdorf , das in den 80er Jahren wegen seiner Proteste gegen die Wiederaufarbeitungsanlage in die Schlagzeilen geriet. „Das war wie im Bürgerkrieg “, erinnert sich Ensinger. Es folgten Beruf und Studium in München , dann Einsatz in zahlreichen Führungsetagen der Polizei , ehe er ins Innenministerium empfohlen wurde.

Ehrenamtlich und sozial engagiert

Privat engagiert sich der 55-Jährige als ehrenamtlicher Betreuer und bringt sich gern sozial ein. Fünf Patenkinder in der Dritten Welt hat er finanziell unterstützt, auch deren Studium. „Es freut mich, wenn ich etwas Positives bewegen kann.“ Seine Adoptivkinder stammen aus Vietnam und Haiti. Auch für Buchdorf hat er sich viel vorgenommen. Und das sind unter anderem seine Schwerpunkte:

Ein menschlich gutes Klima: „Ich will in Gemeinderat und Gemeinde ein harmonisches Miteinander herstellen“, sagt er. „Ich will Sachpolitik und keine Machtpolitik.“ Dazu gehören respektvoller Umgang, Transparenz, sachbezogenes Arbeiten frei von Parteidenken und Aufhebung des Fraktionszwangs. Auch Bürger und Vereine will er stets mitnehmen. Im Gemeinderat stellt er sich Arbeitskreise mit Bürgerbeteiligung vor. „Es geht um Wertschätzung und darum, vorhandenes Wissen zu nutzen.“

Dorfzentrum als kompliziertes Projekt

Bauvorhaben: Das Dorfzentrum ist in Ensingers Augen ein kompliziertes Projekt, weil bisher keine verbindlichen Zahlen vorliegen. „Man muss die Wahl abwarten und dann Bestandsaufnahme machen.“ Der Bau einer multifunktionalen Halle unter enger Einbindung der Vereine soll hinsichtlich Standort und Ausgestaltung durch einen Bürgerentscheid festgelegt werden. Seniorengerechtes Wohnen mit Barrierefreiheit und als generationsübergreifende Begegnungsstätte im Ortszentrum steht ebenso auf dem Plan wie die Sanierung des Feuerwehrhauses mit dessen Erweiterungsbau. Die einsturzgefährdete Kirchenmauer in Baierfeld ist auf Ensingers Prioritätenliste ebenfalls weit oben. Für Bauplätze plant der Kandidat ein Gesamtkonzept mit Buchdorf und Baierfeld. Und Grundstücke sollen nach einem Punktsystem vergeben werden. Statt Flächenfraß strebt Ensinger Nachverdichtung an.

Kontakte nutzen: Mit den Ministern Aiwanger und Piazolo haben die FW Parteifreunde auf oberster Landesebene. Diese Kontakte will Ensinger nutzen, etwa um den Schulstandort zu sichern. „Ich würde mich dafür einsetzen, dass wir ein Pilotprojekt nach Buchdorf bekommen, das uns vor anderen auszeichnet.“ (wüb)

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