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Mertingen

05.10.2016

Milch: Auch die Bauern wollen profitieren

Bereits des Öfteren haben die Milchviehhalter aus der Region mit Demonstrationen ihren Unmut kundgetan, wie hier im vergangenen Jahr in Donauwörth.
Bild: König

Viehhalter stärken der Molkerei Zott den Rücken – und hoffen auf bessere Erlöse

Mertingen Drei Jahre haben die Landwirte eine Talfahrt der Preise für Milchprodukte hinnehmen müssen. Die Folge: Die Milcherzeugerpreise waren derart gesunken, „dass wir Bauern existenzbedrohende Einbußen schlucken mussten“, sagt der Vorsitzende des Bundesverbandes deutscher Milchviehhalter (BDM) im Kreis, Josef Bissinger. Nun aber scheint es eine Wende zu geben.

Rund 50 Milchbauern trafen sich vor der Molkerei Zott in Mertingen, um ihre Interessen kundzutun. „Die Preise für frei handelbare Rohmilch und Blockbutter sind zuletzt regelrecht nach oben geschossen“, erklärte Bissinger. Auch die Milchpulver- und Käsepreise hätten sich „deutlich erholt“. Der BDM-Sprecher forderte die Molkerei Zott auf, alle Mehrerlöse, die jetzt erzielbar seien, sofort vollständig an die Milchviehhalter weiterzugeben.

Sie hatten eine Resolution formuliert, die sie an Christian Schramm übergaben. Er ist der Leiter Milcheinkauf bei Zott. Man fühle sich „noch immer praktisch alleine“, heißt es darin. Jetzt aber müssten auch die Milchbauern von der verbesserten Marktlage profitieren. Mindestens 40 Cent pro Kilogramm Milch wollen die Bauern bezahlt bekommen. Auch damit würde es noch drei bis vier Jahre dauern, so Bissinger, ehe die in der Krise erlittenen Verluste „auch nur einigermaßen wieder ausgeglichen werden können“, erklärte Bissinger.

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Ausdrücklich wollen die Milchviehhalter von Zott die Molkerei bei den laufenden Kontrakt-Verhandlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel unterstützen. „Die Aktion soll helfen, die Verhandlungsbasis der Molkereien zu verbessern.“

Die Milchviehhalter wollen vor allem auch sensibilisieren. Am kommenden Montag wollen sie Handelsgeschäfte besuchen und auf ihre Situation aufmerksam machen. Die Politik, so Bissinger, habe sich „auf Druck ein Stück weit bewegt“. Jetzt seien auch die anderen Marktteilnehmer in der Pflicht, ein deutliches Signal zu geben.

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