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24.09.2010

Mixa zieht in Villa Barbara

Ein prominenter Mieter zieht bald in die Villa Barbara ein. Foto: Sisulak
Bild: Sisulak

Fünfstetten/Kaisheim-Gunzenheim Ein prominenter Gast zieht um: Altbischof Walter Mixa wird nun doch nicht dauerhaft im Kloster Fünfstetten wohnen, sondern die Villa Barbara in Gunzenheim beziehen. Das hat gestern der Fünfstettener Pfarrer Wolfgang Woppmann bestätigt, der seelsorgerisch auch für Gunzenheim zuständig ist und dort der Kirchenstiftung vorsteht.

Zu deren Vermögen gehört das stattliche Gebäude. Das ließ vor knapp 100 Jahren der gebürtige Gunzenheimer Maximilian Straßer errichten. Der gelernte Bäcker war in die USA ausgewandert und hatte es dort zu großem Reichtum gebracht. Er vermachte die Villa - diese ist nach seiner Frau benannt - den Gunzenheimern unter der Maßgabe, dass dort ein Priester einzieht. Dieser Wunsch erfüllte sich bislang nur von 1946 bis 1963. Das Haus, das von einem parkähnlichen Grundstück umgeben ist, wird laut Woppmann nur sporadisch genutzt: beispielsweise für die Proben des Kirchenchors, für Seminare oder für Geburtstagsfeiern. Im oberen Stockwerk stehen gut 30 Betten.

Ende Juli zog Mixa aus dem Bischofshaus in Augsburg aus. Seitdem ist eine Miniwohnung (ein Zimmer plus Bad) im Fünfstettener Kloster sein offizieller Wohnsitz. Der 69-Jährige ist jedoch viel unterwegs und hält sich nur sporadisch in Nordschwaben auf. Mit dem Einzug des früheren Oberhirten von Eichstädt und dann Augsburg erhofften sich die Fünfstettener neue Impulse für den teilweise leer stehenden und sanierungsbedürftigen Komplex. Die Klosterfrage sei zweifellos "neu angestoßen worden", stellt Woppmann fest. Jedoch müssten sich entsprechende Ideen für die künftige Nutzung erst entwickeln. Soll heißen: Frühestens in drei oder vier Jahren werde etwas geschehen.

Daher greift dem Pfarrer zufolge nun Plan B, der schon länger angedacht gewesen sei. Mit Walter Mixa als Mieter werde die Villa Barbara dauerhaft bewohnt, die Kirchenstiftung bekomme regelmäßige Einnahmen und der Wille des Stifters erfülle sich.

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Gebäude für Gemeinde weiter offen

In welchem Umfang Mixa das Gebäude nutzen wird, stehe noch nicht fest: "Es ist noch nicht einmal der Mietvertrag unterschrieben." Auf jeden Fall werde das Haus weiter auch der Gemeinde für kirchliche Zwecke offenstehen. Der Altbischof möchte sich laut Woppmann durchaus seelsorgerisch in Gunzenheim betätigen. Bis Mixa sein neues Zuhause in dem knapp 300 Einwohner zählenden Dorf bezieht, werde es "noch ein bisschen dauern", so Woppmann. (wwi)

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