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Rögling

16.05.2018

Mobilfunk: Kaum Empfang in Rögling

Eine Seltenheit in Bayern: Die Gemeinde Rögling ist völlig frei von Mobilfunkmasten und -antennen. Dies bringt aber auch mit sich, dass der Empfang in der Kommune ziemlich schlecht ist.
Bild: dzarc

In der Gemeinde steht keine einzige Antenne. Das ist eine Seltenheit, bringt für die Bewohner aber auch Einschränkungen. Das wollen die Räte nun ändern.

Die Gemeinde Rögling hat in Bayern wohl beinahe ein Alleinstellungsmerkmal, wie ein Experte angemerkt hat: Es dürfte eine der ganz wenigen Kommunen im Freistaat sein, in der weder ein Mobilfunkmast steht noch eine entsprechende Antenne installiert ist. Damit gibt es in dieser Hinsicht kaum Strahlung, jedoch – so die Kehrseite – auch nur schwachen Empfang. Das Telefonieren oder Nachrichtenversenden mit dem Handy klappt – vorsichtig ausgedrückt – nicht überall. Der Gemeinderat ist nun daran, dies zu ändern.

Die Kommune mache es sich dabei aber nicht einfach, betont Bürgermeisterin Maria Mittl: „Wir wollen einen Kompromiss finden zwischen Versorgungssicherheit und Gesundheitsfürsorge.“ Das Problem des mangelhaften Empfangs beschäftigt die Röglinger schon länger. Inzwischen liegt der Gemeinde eine Anfrage der Telekom vor. Die würde nach eigenen Angaben die Versorgung in der 10,7 Quadratkilometer großen Kommune mit ihren rund 650 Einwohnern gerne verbessern. Das Unternehmen schlug auch gleich einen Standort für einen Antennenmast vor. Der sollte unweit des südlichen Ortseingangs auf freiem Feld platziert werden.

Doch diese Lösung gefällt den Räten in Rögling nicht so gut. Die Idee, den Mast weiter weg vom Dorf in der Nähe des Sportplatzes zu postieren, taugt wiederum der Telekom weniger. Dort müsste nach deren Stellungnahme der Mast 60 bis 80 Meter hoch sein und wäre nicht wirtschaftlich.

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Die Gemeinderäte berieten erneut und haben Maria Mittl zufolge drei Standorte ausgewählt. Die liegen im Umfeld des Orts – zwischen 100 Meter und knapp einem Kilometer von diesem entfernt. Die potenziellen Flächen nordöstlich, südöstlich und westlich des Dorfs sind allesamt im Eigentum der Gemeinde. Man wolle da die Hand drauf haben, erklärt die Bürgermeisterin. Die Kommune lasse die drei Alternativen jetzt von der Telekom und von einem Baubiologen bewerten. Gleichzeitig wolle man sich erkundigen, ob bereits bestehende Masten in umliegenden Kommunen besser ausgerüstet werden könnten, um den Empfang auch in der freien Flur um Rögling zu verbessern.

Liegen die Ergebnisse vor, sollen die Bewohner eigens bei einer Veranstaltung informiert werden. Die Bürgermeisterin berichtet, dass es im Ort auch Personen gebe, die eine mögliche Strahlenbelastung kritisch sehen. Man nehme diese Sorgen ernst und wolle sich darum bemühen, sie im Dorf möglichst gering zu halten. In jedem Fall, so Maria Mittl, sollen die Bürger in den Entscheidungsprozess mit einbezogen werden.

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