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Mobilfunk droht Rögling zu spalten

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Kommentar Von Wolfgang Widemann
01.04.2019

Es geht eigentlich nur um den Standort für eine Sendeanlage. Doch in Rögling ist daraus eine Krise geworden.

Wer hätte das gedacht: Da werden im Donau-Ries-Kreis endlich Anstrengungen unternommen, die weißen Flecken bei der Mobilfunkversorgung zu beseitigen, was gerade in Rögling, wo bisher praktisch kein Empfang möglich ist, ein Schritt in ein neues Zeitalter wäre – und dann entwickelt sich dort die Diskussion um den Standort der Sendeanlage zu einer kommunalpolitischen Krise.

In der kleinen Jura-Gemeinde knisterte es bereits, als der Gemeinderat sich für den Standort auf dem Feuerwehrschlauchturm entschied – und nur die Bürgermeisterin dagegen war. Als der Arbeitskreis Mobilfunk, der ebenfalls gegen die Turm-Lösung im Ort ist, mobil machte, standen die Zeichen auf Sturm. Vor den Bürgerentscheiden schien sich die Lage wieder zu beruhigen. Die Flugblattaktion in Verbindung mit dem knappen Ausgang und der Annullierung der Bürgerentscheide durch das Landratsamt lässt nun offenbar alte Wunden wieder aufbrechen.

Alle Beteiligten sollten sich nun bemühen, die Situation nicht völlig eskalieren zu lassen. Ein gespaltenes Dorf wegen eines Mobilfunkmasts – ist es das wirklich wert? Sicher nicht!

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