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Politik 

11.11.2019

Monheim: Noch ein Gegenkandidat für Pfefferer

Das Rennen um das Rathaus in Monheim (links) könnte durchaus spannend werden. 
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Das Rennen um das Rathaus in Monheim (links) könnte durchaus spannend werden. 
Bild: Wolfgang Widemann 

Plus Auch die SPD wird einen Bewerber aufstellen. CSU zeigt sich nach Akermann-Nominierung verletzt. 

Nach der Bekanntgabe, dass Lorenz Akermann in Monheim für das Bürgermeisteramt kandidieren wird, muss die CSU in der Jurastadt die Hiobsbotschaft erst einmal verdauen. Die Parteimitglieder der Union zeigen sich enttäuscht und auch sehr verwundert über die Entscheidung ihres bisherigen Fraktionskollegen. Dieser hat mittlerweile erklärt, die CSU-Fraktion zu verlassen.

„Das ist für mich ein großer Vertrauensbruch, weil wir immer ein gutes Verhältnis hatten“, sagt Bürgermeister Günther Pfefferer gegenüber dieser Zeitung. Seine Entscheidung weiterzumachen beeinflusse das aber nicht. „Sie können davon ausgehen, dass wir mit voller Stärke in den Wahlkampf gehen.“

Name der SPD noch unter Verschluss

Unterdessen muss er sich auf einen weiteren Gegenkandidaten einstellen. Denn bereits am Donnerstag wird die SPD Monheim ihre Kandidaten für die Stadtratsliste nominieren und auch einen Bewerber um das Amt des Bürgermeisters wählen. Noch ist der Name unter Verschluss. Er soll bei der Versammlung, die um 19.30 Uhr im Kreuzwirt stattfindet, bekannt gemacht werden.

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Günther Pfefferer muss 2020 mit zwei Mitbewerbern um das Rathaus in Monheim rechnen.

Auch beim Rest der Partei überwiegt die „Enttäuschung und Verwunderung“, wie die CSU in einer schriftlichen Stellungnahme verlauten lässt. Die von Akermann genannten Gründe für seine Entscheidung könne die CSU Fraktion im Stadtrat und Bürgermeister Günther Pfefferer sowie der CSU Ortsvorsitzende Konrad Müller nicht nachvollziehen. Nach mehr als 14-jähriger stets vertrauensvoller Zusammenarbeit sei diese Entscheidung völlig unerwartet gekommen. Bürgermeister Pfefferer betont, dass sein Handeln und das des gesamten Stadtrats immer für das Gemeinwohl ausgerichtet war und ist.

Fraktionssprecher zeigt sich „irritiert“

Irritiert zeigte sich Fraktionssprecher Peter Bullinger, der vor zwei Jahren in einer für Akermann schwierigen Zeit den Fraktionsvorsitz von ihm übernommen hatte: „Es gab innerhalb der Fraktion keinerlei Unstimmigkeiten und es wurde auch nie Fraktionszwang angeordnet. Persönlich bin ich über die Vorgehensweise genauso wie meine Fraktionskollegen sehr enttäuscht“, so Bullinger weiter.

„Lorenz war auch ohne Parteimitgliedschaft immer ein Teil der CSU Familie in Monheim“ sagt Ortsvorsitzender Konrad Müller.

Die CSU in Monheim setzt weiter auf Bürgermeister Günther Pfefferer, der bereits 2012 ins Amt kam, da sein Vorgänger Anton Ferber in den Ruhestand ging. Pfefferer sitzt also seit insgesamt acht Jahren im Rathaus. (mit pm)

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