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Finanzen

25.04.2020

Münster investiert in die Infrastruktur

Die Sanierung der Talstraße ist eines der größten Projekte im Haushalt der Gemeinde Münster für 2020.
Bild: Manuel Wenzel

Plus Vor allem für das neue Baugebiet und die Talstraße gibt die Gemeinde heuer Geld aus.

Um die Projekte für 2020 zu verwirklichen, greift die Gemeinde Münster ihre Ersparnisse an. Waren zum Jahresbeginn noch rund 2,1 Millionen Euro an Rücklagen vorhanden, so schrumpfen diese – sofern die Projekte wie geplant umgesetzt werden – auf circa 757000 Euro. Das wurde im Rahmen der Haushaltsverabschiedung im Gemeinderat bekannt. Der Fokus der Maßnahmen liegt auf der örtlichen Infrastruktur.

Straßen und Wege werden saniert

So schlagen heuer vor allem der Straßenbau im neuen Baugebiet mit 360000 Euro sowie die Straßen- und Gehwegsanierungen in der Talstraße (300000 Euro) zu Buche. Ebenfalls nennenswerte Posten sind der Erwerb von Grundstücken (220000 Euro), der Breitbandausbau (178000 Euro) sowie Investitionen im Schulverband Holzheim.

Dort sind für dieses Jahr größere Dinge wie die Erneuerung der Lüftung in der Turnhalle und Arbeiten an den Außenanlagen vorgesehen. Die Gemeinde Münster – 43 Kinder aus dem Dorf gehen in die Schule in Holzheim, die insgesamt 92 Mädchen und Buben besuchen – beteiligt sich mit einer Zulage in Höhe von 187000 Euro. Für den Abwasserbetrieb im neuen Baugebiet sind 160000 Euro im Etat eingestellt.

Münster investiert in die Infrastruktur

Auf der Einnahmenseite plant die Kommune mit 110000 Euro aus dem Verkauf von Grundstücken, für das „schnelle Internet“ wird ein staatlicher Zuschuss von 120000 Euro erwartet. Aus den laufenden Kosten entsteht ein Überschuss von 71000 Euro. Die Einnahmen der Bauplatzverkäufe werden erst 2021 dem Haushalt zufließen.

Weniger Geld vom Staat, mehr Geld an den Kreis

Bei der Gewerbesteuer plant man in Münster traditionell vorsichtig. Angesetzt sind für dieses Jahr 350000 Euro. Bei der Einkommensteuerbeteiligung kalkuliert die Gemeinde

Einnahmen in Höhe von 765000 Euro. Schlüsselzuweisungen vom Freistaat fließen in Höhe von 222000 Euro an den Lech, das sind 7000 Euro weniger als im Vorjahr. An den Landkreis müssen 50000 Euro mehr als noch im Vorjahr abgetreten werden (595000 Euro). Ebenfalls höher fällt die Umlage an die Verwaltungsgemeinschaft Rain aus (242000 Euro statt 207000 Euro im vergangenen Jahr). Auf der Ausgabenseite schlägt vor allem das Personal zu Buche: Mit 562000 Euro stellen diese rund ein Viertel aller laufenden Kosten dar.

Verschuldet ist die Gemeinde mit einem zinslosen Darlehen in Höhe von 971000 Euro – das war der Stand zum Jahresbeginn –, die Tilgung erfolgt mit jährlich etwa 59000 Euro. „Die finanziellen Verhältnisse der Gemeinde sind geordnet“, heißt es aus der Kämmerei der VG Rain zum diesjährigen Etat in Münster. (dz)

Zahlen und Fakten zum Haushalt:

  • Verwaltungshaushalt: 2,2 Millionen Euro (112 000 Euro mehr als im Vorjahr)
  • Vermögenshaushalt: 1,8 Millionen Euro (2019: 2,4 Millionen Euro)
  • Amtliche Einwohnerzahl: (zum 31. Dezember 2018): 1176
  • Steuern: Grundsteuer A 330 v. H., Grundsteuer B 330 v. H., Gewerbesteuer 340 v. H. (alle unverändert)
  • Steuerkraft je Einwohner: 953 Euro (2019: 880 Euro, landesweiter Durchschnitt 2020: 897 Euro)


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