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Bäumenheim

14.02.2020

Multifunktionshaus Bäumenheim: Jetzt wird es konkret

Hier, an der Nordseite des Marktplatzes soll das neue Multifunktionshaus in Bäumenheim entstehen.
Bild: Helmut Bissinger

Plus Investor stellt den aktuellen Entwurf für das Projekt an der Nordseite des Marktplatzes vor – samt Zeitplan. Und auch in Sachen Gaststätte gibt es Neuigkeiten.

Jetzt soll es noch im Frühjahr ins Detail gehen. „Wir wollen das Projekt gemeinsam mit dem Investor voranbringen“, sagte Bürgermeister Martin Paninka, nachdem dem Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung der abermals überarbeitete Entwurf für das lang gezogene Gebäude auf der Nordseite des Marktplatzes vorgestellt worden war. Dieser wird bereits sehr konkret und stellt auch schon einen Dreh- und Angelpunkt heraus.

Dort, wo der Komplex einmal entstehen soll, sind bereits zwei Häuser der Spitzhacke zum Opfer gefallen. Im April will die Sparkasse in ein Ausweichquartier ziehen, sodass auch dieses Objekt abgerissen werden kann. Die Bankfiliale soll in den Häuserblock integriert werden. „Alles unter einem Dach“ will nämlich Architekt Sebastian Berz (Augsburg) vereinen. Er hat von der Kommune zwischenzeitlich auch den Auftrag für die Gestaltung der Marktaula erhalten, einem 225 Quadratmeter großen Saal, der in den Besitz der Kommune übergehen soll.

Vertrag zwischen Kommune und Investor

Ein wichtiges Thema waren auch die Grundzüge eines Vertrags zwischen der Kommune und Investor Ulrich Reitenberger aus dem Landkreis Dillingen. Es sollen zwei Kontrakte abgeschlossen werden, in denen alle Einzelheiten geregelt werden. Rechtsanwalt Gerd Guggemoos (Augsburg) berichtete darüber und kündigte an, im Frühjahr alles notarreif vorlegen zu wollen. Offensichtlich handelt es sich um umfangreiche Regelungen.

Multifunktionshaus Bäumenheim: Jetzt wird es konkret

Der mittelständische Investor möchte, wie er wiederholte, Wohn- und Geschäftsparzellen anbieten, aber eben auch eine Gaststätte. Auf Nachfrage bestätigte er, dass er einen Interessenten habe. Um in dieser Frage aber weiterzukommen, sei es notwendig, dass nun Einzelheiten festgelegt werden. Ein Arbeitskreis des Gemeinderats soll sich damit zeitnah beschäftigen.

Der Saal als Herzstück

Dreh- und Angelpunkt ist der Saal, der nach Ansicht von Architekt Berz variabel gestaltet werden soll. An seiner Südseite wird er durch eine Glasfront abgeschlossen. Bei voller Bestuhlung könnten nach den Plänen des Architekten 92 Personen dort Platz finden. Eine finanzielle Einigung zwischen Gemeinde und Investor zur Frage der Stellplätze steht offenbar noch aus. In jedem Fall will Reitenberger 93 Stellplätze in einer Art Parkdeck schaffen. Maßgeblich entscheidend könnte die Materialauswahl sein. Reitenberger empfahl eine moderne Stahlbauweise. Damit habe sein Unternehmen gute Erfahrungen gemacht.

Da das Gebäude mit zahlreichen Fensterflächen geplant ist, regte er den Einbau eines speziellen Glases an. Es soll an heißen Tagen die Hitze absorbieren. Darüber hinaus soll noch der Einbau einer Klimaanlage diskutiert werden. Was der Gebäudekomplex den Investor kostet, bleibt dessen Geheimnis.

Zuerst die juristischen Fragen

Mit Kosten von knapp 1,4 Millionen Euro wird nach früher schon einmal vorgelegten Schätzungen wohl die Gemeinde für den Saal zu rechnen haben. Hinzu kommen Kosten für die Stellplätze und für eine Toilettenanlage. Sie soll für die Gäste des Saals sowie der Gaststätte zur Verfügung stehen, aber bei Bedarf auch bei Veranstaltungen am Marktplatz öffentlich zugänglich sein.

Der Investor legte dem Gremium einen Zeitplan vor. Demnach sollen vorrangig die juristischen Fragen geklärt werden, ebenso wie man noch einmal mit der Regierung von Schwaben als Förderstelle sprechen möchte. Im Herbst könnte dann, so Reitenberger, ein Bauplan eingereicht werden. Er rechnet mit einer Bauphase, die zwei Jahre dauert, und einer Fertigstellung des Komplexes im Jahr 2020.

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