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25.07.2010

Musical von Schülern auch für Erwachsene

Insgesamt 33 Schülerinnen und Schüler durften sich über die erfolgreiche Premiere ihres wochenlang einstudierten Musicals "Shooting Star" freuen. Fotos (3): Bissinger
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Insgesamt 33 Schülerinnen und Schüler durften sich über die erfolgreiche Premiere ihres wochenlang einstudierten Musicals "Shooting Star" freuen. Fotos (3): Bissinger

Bäumenheim Wochenlang haben sie eifrig geprobt, in Mimik und Gesang alles aus sich herausgeholt, da wirkt dann ein profundes Lob wie Balsam: Dies gab es für die Musical-Gruppe der Volksschule Asbach-Bäumenheim bei der Premiere ihres Stücks "Shooting Star" vom Autor. Matthias Heidweiler, Musiklehrer an einem Gymnasium, war eigens aus Köln angereist, um zu sehen, wie sein Musical erstmals nicht von Kindern, sondern von Jugendlichen interpretiert wird. "Das war beeindruckend", freute sich Heidweiler, der von der Premiere ebenso wie die Ehrengäste (unter ihnen Bürgermeister Otto Uhl und Schulamtsdirektor Willy Leopold) angetan war.

Dass die "ganze Schule" der Premiere entgegengefiebert habe, bekannte Rektor Erwin Rieder bei der Begrüßung. Am Ende strahlte er mit den Akteuren, aber vor allem mit Christa Viehmann, die ihre Kaffeetisch-Idee mit viel Enthusiasmus und der uneingeschränkten Unterstützung der beteiligten 33 Schülerinnen und Schüler umgesetzt hat.

Kontakt mit Autor

Das Stück selbst fand sie im Internet und nahm auch schon frühzeitig Kontakt zu Autor Matthias Heidweiler auf.

Musical von Schülern auch für Erwachsene

"Shooting Star" zählt zu seinen früheren Werken. Das Stück stelle an die Akteure hohe Ansprüche, verriet er, weil es sehr stark auf eine Person zugeschnitten sei: die Hauptdarstellerin. Gamze Nevruz hatte dann auch in der Tat einen Riesenpart zu bewältigen: schauspielerisch wie gesanglich. Als "Rosy Chris" verkörpert sie dank eines Zaubermantels den "Shooting Star", von Dieter Hohlen entdeckt und von Fitnesstrainer, Managerin und Gesichtschirurg soweit "gepusht", dass sie am Ende selbst kapituliert und wieder in ihr normales Leben zurückkehrt.

Heidweiler und dem Ensemble ist es geglückt, ein zeitkritisches Thema amüsant umzusetzen. Der Autor hat die Träume junger Menschen dargestellt, zeigt ihnen aber auch auf, dass nicht alles Gold ist, was glänzt. Als er zu schreiben anfing, setzte gerade die Produktion zur "Superstar"-Serie ein und "verhalf meiner Grundidee zu nicht geahnter Aktualität". So baute er dieses Phänomen und den bald jedem Kind geläufigen Namen des deutschen redegewandten Popmusikexperten in sein Stück ein, von Alina Braun überzeugend gespielt.

Die Amateur-Schauspieler zauberten eine Aufführung auf die Bühne der Schmutterhalle, die von ihnen alles abverlangte. Leider blieb offenbar für die tänzerischen Elemente nicht mehr viel Zeit.

Ursprünglich war an eine Schulvorstellung für Eltern und Schüler gedacht, doch das Projekt entwickelte eine Eigendynamik, "sodass wir uns auf eine große Bühne gewagt haben" (Christa Viehmann). Die Lehrerin wurde von Kollegen unterstützt, ebenso wie das Projekt Sponsoren fand. Gamze Nevruz meisterte ihre "Mammut-Rolle" mit Bravour, aber auch ihre Mitstreiter zeigten Talent und legten die Nervenanspannung schnell ab, sodass bei der Premiere das Gefühl von ungezwungener Gelassenheit aufkam. Herausragend hinsichtlich Bühnenausstrahlung war Franziska Mecklinger, die als Modedesignerin Jeanette einen eigenen Akzent setzte. (bih)

Weitere Aufführungen sind am heutigen Montag, 26. Juli, sowie morgen Dienstag, 27. Juli, um 19 Uhr. Karten gibt es am Service-Telefon ab jeweils 17 Uhr, (01 74) 8 59 24 37.

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