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14.07.2010

Musik und Kunst vereint

Lehrer- und Kirchenchor sangen gemeinsam beim Benefizkonzert in der Harburger St.-Barbara-Kirche. Fotos (3): Lembeck
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Lehrer- und Kirchenchor sangen gemeinsam beim Benefizkonzert in der Harburger St.-Barbara-Kirche. Fotos (3): Lembeck

Harburg Der Lehrerchor Donau-Ries ist unter die Spender gegangen, Michaela Zeitz unter die Maler, Gudrun Kosok unter die Komponisten, der Harburger Kirchenchor vertrat die gastgebende Kirchengemeinde St. Barbara - die ungewöhnliche Mischung eines Konzertes in der Harburger St.-Barbara-Kirche. Der Lehrerchor Donau-Ries war für seine Probenarbeit während der Sanierung der Harburger Volksschule im evangelischen Gemeindehaus untergekommen. Jetzt bedankte sich der Chor unter Andrea Meggle mit einem Konzert, dessen Erlös der Kirchengemeinde und ihrem Pfarrhausneubau zugutekommen sollte. Er hatte sich dazu weitere Mitwirkende eingeladen. Die Harburger Organistin Gudrun Kosok an der Orgel, Michaela Zeitz (Sopran) mit Liedern, aber auch mit selbst gemalten Bildern und den Harburger Kirchenchor.

Bunter Strauß

Das Programm bot einen bunten Strauß an Liedern und Kompositionen, deren verbindende Linie die geistliche und weltliche Musik seit der frühen Renaissance bis in die Gegenwart war, mit einem besonderen Schwerpunkt auf Volksliedern und eingängigen populären Melodien. Der Harburger Kirchenchor eröffnete nach der Pause zunächst mit Telemanns Kanon "Ich will den Herrn loben allezeit", den der Chor versiert und sicher vortrug.

Der Lehrerchor ist ebenfalls als leistungsfähiger und versierter Chor bekannt. Er bestritt einen beträchtlichen Teil des Programms, darunter Lieder aus Irland und den Hebriden, moderne rhythmische Lieder, denen er bei aller Fremdartigkeit den Reiz musikalischer Farbigkeit abzugewinnen weiß.

Musik und Kunst vereint

Keine Unbekannte

Michaela Zeitz ist als Donauwörtherin keine Unbekannte, obwohl sie jetzt in Nürnberg lebt. Nach einer Familienpause widmete sie sich wieder ihrem ersten Beruf, dem Gesang, in Harburg mit "Music for a while" von Henry Purcell, im unvergleichlich ruhigen Renaissance-Klang vorgetragen.

An der Harburger Orgel der St.-Barbara-Kirche bot Gudrun Kosok einmal das Präludium in C-Dur aus dem "Wohltemperierten Klavier" von Johann Sebastian Bach. Ein Glanzstück war aber die von Gudrun Kosok selbst auf die Orgel umkomponierte Fassung eines schottischen Bläserstückes, das den Zug einer Kapelle zu einer Kathedrale im Hochland erleben lässt.

Den Beschluss machte neben dem gemeinsam gesungenen Sommerlied von Paul Gerhardt "Geh aus mein Herz und suche Freude" die eindrucksvolle Darbietung der Komposition "Für die Schönheit dieser Welt" von John Rutter (geb. 1945).

Lehrerchor und Kirchenchor gemeinsam verhalfen dem durchaus anspruchsvollen Stück unter der energischen und erfahrenen Leitung von Andrea Eisele und der Begleitung von Andrea Meggle zu einer musikalisch glänzenden, rhythmisch schwungvollen und doch nachdenklich interpretierenden Darstellung. In der Pause zeigte die Harburger Kirchengemeinde nicht nur den Charme eines Sommerabends in dem reizend-romantischen Kirchhöfle, wo die Gäste bewirtet wurden, sondern gab auch Michaela Zeitz die Gelegenheit, ihre malerische Produktion in leichten, farbintensiven, gewandt komponierten Bildern vorzustellen.

Wunsch der Pfarrerin erfüllt

Pfarrerin Margit Walterham hatte in ihrem Grußwort einen genussreichen Abend gewünscht, den die Chöre und Solisten musikalisch wunderbar erfüllten.

"Musik und Kunst" hieß das Motto des Abends, Musik als Kunst und mit Kunst wurde geboten, sehr zur Freude des zahlreichen Publikums, das mit sehr großem Beifall dankte. (kmg)

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