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Rain

25.01.2020

Mutter und drei Kinder sterben bei Unfall: Die Suche nach der Ursache

In diesem Auto kamen bei dem Frontalzusammenstoß mit einem VW-Bus eine Frau und ihre drei Kinder ums Leben. 
Foto: News5, Friedrich

Plus Drei Wochen nach dem schrecklichen Unglück auf der B2 dauern die Ermittlungen der Polizei an. Das ist der aktuelle Stand.

Knapp drei Wochen nach dem Tod einer Frau und ihrer drei Kinder aus dem Rainer Stadtteil Wallerdorf ist noch immer unklar, aus welchen Gründen es zu dem schrecklichen Unfall auf der B2 bei Wernsbach im Landkreis Roth kam. Die Ermittlungen dauern nach Auskunft des zuständigen Polizeipräsidiums Mittelfranken an.

Am 5. Januar kam es auf der Bundesstraße zum verhängnisvollen Frontalzusammenstoß. Die fünfköpfige Familie, die im Lechgebiet wohnte, befand sich auf dem Rückweg aus einem Urlaub in der ursprünglichen Heimat in Polen. Nahe Wernsbach (Gemeinde Georgensgmünd) kam dem Auto ein VW-Bus entgegen.

Mutter und ihre drei Kinder sterben

Dessen Fahrer, 19, geriet aus unbekannten Gründen plötzlich auf die Gegenfahrbahn und prallte dort gegen den Pkw. Die Mutter war wohl sofort tot, die drei Kinder starben in der Klinik. Der Vater, 35, erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Verursacher und seine Beifahrerin zogen sich schwere Verletzungen zu.

Das Unglück ereignete sich in einem Bereich, in dem auf der Fahrspur des VW-Busses Tempo 60 galt. Grund: Momentan wird die Umgehung von Wernsbach gebaut. In einigen Monaten soll das Projekt fertig sein und der Verkehr auf diesem Abschnitt zweispurig um den Ort herumgeleitet werden.

Dem Vater geht es etwas besser

Zum Zustand des Vaters erklärt Michael Konrad, Pressesprecher des Polizeipräsidiums, auf Anfrage unserer Zeitung: "Es geht ihm den Umständen entsprechend besser." Der 35-Jährige sei zwar ansprechbar, müsse aber noch länger in der Klinik bleiben, da er weiter medizinisch versorgt und möglicherweise auch nochmals operiert werden müsse.

Derweil gehen die Ermittlungen voran. Der 19-Jährige muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Zunächst konnte der junge Mann wegen seiner Verletzungen nicht vernommen werden. Die Beamten wollen alle Überlebenden des Unfalls hören. Ob dies bereits geschen ist, dazu möchte sich die Polizei derzeit nicht äußern.

Ergebnis der Blutuntersuchung liegt vor

Gleiches gilt für das Ergebnis einer Blutuntersuchung, die bei dem Verursacher vorgenommen wurde. Hier interessiert speziell, ob der 19-Jährige unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand. Das Resultat liege zwar inzwischen vor, "aktuell treffen wird dazu aber keine Aussagen", so Konrad. Grund: Alle Gesichtspunkte flössen in ein unfallanalytisches Gutachten ein, mit dem ein Sachverständiger betraut ist. Es werde wohl noch ein paar Wochen dauern, bis das Gutachten fertig ist. Dazu gehört nicht nur der genaue Ablauf des Unglücks. Auch der technische Zustand der Fahrzeuge wird überprüft.

Liegen alle Fakten vor, leitet die Polizei das Ergebnis der Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft weiter. Die entscheidet dann über das weitere Vorgehen.

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