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Entwicklung

24.10.2020

Nachhaltigkeit rückt weiter in den Fokus

Für den Landkreis soll eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt werden

Das Thema Nachhaltigkeit steht bekanntlich ganz oben auf der politischen Agenda des Landkreises Donau-Ries. Vorläufer dafür war bereits der vor rund 20 Jahren begonnene Agenda-21-Prozess, im Rahmen dessen sich unter anderem die Stabsstelle für Kreisentwicklung am Landratsamt und der Geopark Ries etabliert haben. Gleiches gilt für das Regional- und Konversionsmanagement ergänzt durch einen Energienutzungsplan mit einem entsprechenden Energieziel.

Vor fünf Jahren gab es mit der Verabschiedung von 17 Nachhaltigkeitszielen durch die Vereinten Nationen (UN) einen globalen Impuls, der auch Auswirkungen auf die Zukunftsgestaltung von Kommunen und Landkreisen mit sich brachte. Vor diesem Hintergrund sieht sich der Donau-Ries-Kreis in zweierlei Hinsicht gefordert. Einerseits kann und will er in seinem eigenen Wirkungskreis handeln und Finanzmittel einsetzen, um noch mehr Nachhaltigkeit als bisher zu verankern. Auf der anderen Seite ist er Partner seiner 44 Kommunen, damit auch vor Ort nachhaltiges Handeln entsteht.

Nun hat sich der Umweltausschuss des Kreistages einmal mehr mit dem Thema beschäftigt und die Weichen für neue Projekte im Jahr 2021 gestellt. Dem Kreisausschuss empfahl das Gremium, hierfür Haushaltsmittel von 112.000 Euro bereitzustellen.

Laut Heike Burkhardt von der Stabsstelle für Kreisentwicklung und Nachhaltigkeit soll beispielsweise eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie für den Landkreis unter Begleitung eines externen Büros entwickelt und erstellt werden, um damit die große Bedeutung des Themas für die kommenden Jahre zu untermauern. Burkhardt zufolge kostet eine solche Expertise rund 40.000 Euro. Man gehe davon aus, dass der Betrag zu 100 Prozent von der SKEW in Bonn, einem Kompetenzzentrum für kommunale Entwicklungspolitik, übernommen würde. Zudem sei eine eigene Webseite zu Nachhaltigkeit geplant, mit der die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden soll.

Hinzu komme das von Landrat Stefan Rößle initiierte Projekt „100.000 Bäume für den Landkreis“ sowie eine geplante Wanderausstellung über die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, außerdem ein nachhaltiges Beschaffungswesen und Nachhaltigkeitstage.

Ein wesentlicher Punkt sei darüber hinaus eine breite Öffentlichkeitsarbeit, um der interessierten Bevölkerung deutlich zu machen, wie sich der Landkreis Donau-Ries seine nachhaltige Zukunft vorstelle und diese gestalten wolle, meinte Burkhardt, die gleichzeitig auf bereits laufende Projekte, wie beispielsweise das Dorfladennetzwerk, hinwies.

Landrat Rößle sagte, es sei nicht auszuschließen, dass im Laufe des Nachhaltigkeitsprozesses weitere Themen über die aktuellen hinaus dazukommen könnten. Vorgestellt haben sich im Ausschuss zwei neue Mitarbeiter der Stabsstelle Kreisentwicklung. Zum einen Arved Hein, der 50 Prozent seiner Arbeit dem Nachhaltigkeitsthema widmet und sich die restliche Zeit um den Bereich Energie kümmert. Zudem Carolin Rösch, die in den kommenden beiden Jahren für die kommunale Entwicklungspolitik zuständig sein wird und damit auch für das von Landkreischef Rößle angestoßene Projekt „1000 Schulen für unsere Welt“. Mittlerweile stoße dieses bundesweit auf Akzeptanz und werde von den deutschen kommunalen Spitzenverbänden Landkreistag, Städtetag sowie Städte- und Gemeindebund nachdrücklich unterstützt, betonte Rößle. Als neue Vorhaben will Carolin Rösch Klinik-, Klima- und Projektpatenschaften zwischen Einrichtungen des Landkreises und solchen in anderen Ländern auf den Weg bringen.

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