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Natur
10.10.2018

Ein langer Sommer für die Bienen

Der Imkerverein Donauwörth blickt auf ein überdurchschnittliches Bienenjahr zurück

Mit den ab August schlüpfenden „Winterbienen“ hat das neue Bienenjahr begonnen. Da die „Sommerbienen“ nur sechs bis acht Wochen leben und die Königin im Winter keine Eier legt, würde ein Bienenvolk aussterben, wenn die Winterbienen nicht bis zum Frühjahr überleben würden.

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16.10.2018

Gesundheit aus dem Honigtopf kommt nicht aus dem Paradies

Wie bei allen gesunden Lebensmitteln, büßen auch Honige an Qualität ein, je nachdem wie hochwertig die Rohstoffe sind, die zu ihrer Herstellung eingesetzt werden. Werden sie überwiegend von Stadtimkern in großstädtischen Lagen produziert, verlieren sie an Qualität und weisen unter Umständen sogar Umweltbelastungen auf. Im Gegensatz zu den regionalen und auf Grund ihres von Umweltbelastungen vergleichsweise sehr gering betroffenen Pollen, sind Honigprodukte mit für die Gesundheit unbedenklichen Folgen beim Genuss, beispielshaft auch in der bayrischen Region rund um und in Donauwörth, im Donau-Ries-Kreis zu finden.

Insbesondere in den nordwestlich gelegenen Regionen Deutschlands und dort in den niedersächsischen und Schleswig-holsteinischen Landkreisen hinter der Nordseeküste, bis hin in das südwestliche Niedersachsen, hinter Bremen, fehlt es an einer für Bienenvölker notwendigen, ausreichend vielfältigen Agrar- und Flurstruktur, größere Bienenbestände ansiedeln zu können. Dort wird in der Schleswig-Holsteinischen Stadt Bargteheide, der Deutschland weit bekannteste industrielle Honig hergestellt. Dort haben Imker mit ihren Bienenvölkern aber auch während der Rapsblüte in ganz Schleswig-Holstein, die auch an der Westküste ausgeprägt ist, gute Erträge.


Südlich von Hamburg, liegt die Lüneburger Heide. Dort finden Bienen noch ausreichend Pollen, für den regionalen Heidehonig. In Hamburg sprechen Stadtimker hingegen von geschmacklichen Unterschieden, die sie an den über die Millionenstadt verteilten, unterschiedlichen Standorten festmachen. Gut vorstellbar. So leiden Hamburgs innerstädtische Stadtteile, rund um die Elbe und die Häfen und Werften, unter den stark belastenden Abgasen von Schweröl und Schiffsdiesel verbrennenden Schiffen, die auch während der Liegezeiten ihre Motoren zur Versorgung der Betriebstechnik laufen lassen müssen. Das hat jetzt auf zwei Hauptverkehrsachsen, die durch mehrere Stadtteile führen, schon zu permanenten Fahrverboten für Dieselfahrzeuge geführt. Der Honig aus dem Stadtteil Blankenese, nördlich der Hauptbelastungszone gelegen, schmeckt da beispielsweise anders, als der aus dem Stadtteil Wilhelmsburg, mit den Umweltbelastungen durch Containerverkehr, hervorgerufen durch Schiffe und LKW, oder St.-Pauli, mit den Landungsbrücken, gegenüber der Werften, sowie dem Kreuzfahrtterminal.

Wohnungsbaugenossenschaften in Bremen sind da schlauer. Selbst in besten Wohnlagen, wie entlang des historischen Torfkanals und direkt gegenüber des Bürgerparks, Bremens von einer Stiftung betriebenen "Grünen Lunge", wurde von einer Genossenschaft in Bremen-Findorff, nach einer einmal erfolgten Bepflanzung einer hieran angrenzenden Rasenfläche mit Wild- und Sommerblumen, die durch eine Straße und Parkplätze, auf denen Autos im 90 Grad-Winkel von ihr und zur Wiese zu ihnen parken, zum Idyll getrennt sind, nicht weiter fortgeführt. Der Bürgerpark zieht am Wochenende so viele Besucher an, die in den Stadtteilen Schwachhausen, in dem der Bürgerpark liegt, und Findorff, das den historischen Torfkanal, der an den Park grenzt, als seine Stadtteilgrenze einschließt, auf Parkplatzsuche sind. Dabei fahren sie in langen Schlangen auf den Straßen rund um den Park, auf der Park- der Holler- und der Findorffallee, und den Torfkanal, auf der Straße Am Weidedamm, herum und stoßen Unmengen Schadstoffe aus.

In Findorff sind zudem das größte Veranstaltungszentrum der Stadt Bremen und die entsprechend größte Außenveranstaltungsfläche, die Bremer Bürgerweide, direkt an der Holler Allee, die sie zum Bürgerpark abgrenzt, zu finden. Dort und im Bürgerpark werden an fast jedem Wochenende Veranstaltungen angeboten, die tausende von Besuchern anlocken. Die Parkplätze vor der Naturwiese und entlang des Parks sind immer gut gefüllt. Startende Motoren und anfahrende Fahrzeuge pusteten nur für ein Jahr Schadstoffe auf die mit Wild- und Sommerblumen bewachsene Wiese der Genossenschaft, deren Pollen die Bienenvölker Bremer Stadtimker, zum Schutze der Gesundheit der Stadtbevölkerung, nicht mehr sammeln konnten.

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