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Landkreis

02.05.2020

Netzwerk bündelt Angebote für Senioren im Landkreis Donau-Ries

Wenn Corona vorbei ist, bietet das neue Netzwerk für Senioren einen Überblick, wo im Landkreis für diese Zielgruppe etwas geboten ist. Umgesetzt haben das Herbert Schmidt und Julia Lux vom Netzwerk „Gesundheitsregionplus“.
Bild: Landkreis

Plus Wie erfahren ältere Menschen, was im Landkreis für sie geboten ist? Das soll eine neue Online-Plattform beantworten. Ein Angebot für die Zeit nach Corona.

Das regionale Netzwerk mit Namen Gesundheitsregionplus baut eine Online-Plattform für Senioren im Landkreis Donau-Ries auf. Ziel ist es, die Gesundheit älterer Menschen durch Aktivität und gemeinsame Erlebnisse zu fördern. „Die Bürger im Donau-Ries werden immer älter. Wir wollen mithelfen, dass die Senioren lange gesund und aktiv bleiben“, sagt Landrat Stefan Rößle, der das Projekt von Beginn an unterstützt.

Das Projekt „Aktiv in jedem Alter“ wird gefördert vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Die Online-Plattform soll den Senioren einen besseren Überblick über alle Angebote im Landkreis geben – von der Wanderung über Ausfahrten bis zu Kaffeetreffen und Vorsorgeuntersuchungen. Herbert Schmidt, Leiter der Gesundheitsregionplus, erläutert: „Der Landkreis hat viel zu bieten. Wichtig ist es, auf die zahlreichen Angebote aufmerksam zu machen und die Senioren bei der Suche nach entsprechenden Aktivitäten zu unterstützen.“

2500 Senioren befragt

Schmidt organisiert die Aktion gemeinsam mit Julia Lux. Die Projektmanagerin der Donau-Ries-Kliniken hat in ihrer Masterarbeit an der Hochschule Fulda bereits zwei Umfragen im Landkreis Donau-Ries durchgeführt, die zur Grundlage für den Aufbau der Plattform geworden sind. Lux befragte im Frühjahr letzten Jahres 2500 zufällig ausgewählte Senioren und die im Landkreis amtierenden Bürgermeister.

Von den angeschriebenen Senioren nahm nahezu jeder Dritte an der anonymen Befragung teil. „Diese große Resonanz hat uns sehr gefreut“, bewertet Lux den Rücklauf der Fragebögen. Die Ergebnisse zeigen, dass die beliebtesten Aktivitäten der Befragten Tagesfahrten und Seniorentreffs sind. „Davon kann es gar nicht genug geben“, urteilt Julia Lux.

Im Bereich Bewegung sind Fahrradfahren und Wandern die beliebtesten Angebote. Diese Aktivitäten werden nur von 31 Prozent (Fahrradfahren) und 24 Prozent (Wandern) der Städte/Gemeinden angeboten. Lux: „Da besteht in den Rathäusern eindeutig Nachholbedarf.“

Turngruppen sind hoch im Kurs

Am häufigsten auf der Agenda stehen Turngruppen in den Städten und Gemeinden. Doch nur 15 Prozent der befragten Senioren nehmen an solchen teil. „Mehr Tagesfahrten, Radl- und Wandertreffs in die Angebote aufnehmen“, schlägt Julia Lux vor. So könnte eine Anpassung seniorengerechter Aktivitätsangebote in den Kommunen funktionieren.

Insgesamt 29 Bürgermeister des Landkreises nahmen an der Umfrage zur Aktivität älterer Mitbürger teil.

Die Einschätzungen unterscheiden sich zum Teil deutlich von den Ergebnissen bei den Senioren. Ein Drittel der Bürgermeister schätzt die Mobilität der Älteren als schlecht bis sehr schlecht ein. Doch fast 80 Prozent der Senioren gaben an, ein Auto zu haben und selbst zu fahren. Nur 20 Prozent sind laut Umfrage auf die Beförderung durch andere Personen angewiesen.

Die neue Online-Plattform soll den Senioren das gesamte Angebot im Landkreis leicht nutzbar und verständlich aufbereitet zugänglich machen. Schwerpunkt sind gesundheitsfördernde Aktivitäten. „Es ist unser Ziel, älteren Menschen den Zugang zu einem gesunden Lebensstil zu erleichtern. Damit beugen wir Krankheiten vor und verlängern die beschwerdefreie Lebenszeit“, so Herbert Schmidt.

Aktuell noch in der Testphase

Derzeit befindet sich das digitale Angebot noch in der Testphase. Aufgenommen werden sollen nicht kommerzielle und kommunale Aktivitäten. Anbieter erhalten die Möglichkeit, sich und ihre Themen zu präsentieren sowie die Attraktivität ihrer Region zu steigern. Menschen mit ähnlichen Interessen können über die Plattform zusammenfinden. Dabei kann gezielt nach passenden Angeboten gesucht werden.

„Wir wollen im Laufe des Sommers starten – sofern es die Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt. Die Online-Plattform wird dann auf unserer Homepage unter www.gesundheitsregiondonauries.de verortet. Vorab werden wir noch einmal ausführlich über das Projekt informieren“, erklärt Schmidt. (dz)

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