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Ausschuss

27.11.2017

Neubau ist billiger

Das Wasserwerk in Bäumenheim ist so marode, dass eine Sanierung teurer käme

Die schlechten Nachrichten für die Gemeinderäte in Bäumenheim häufen sich: Nachdem sie in der vergangenen Woche erfahren mussten, dass das Hallenbad nur mit einer Generalsanierung eine Zukunft haben wird, kommen nun anscheinend erneut Millionenkosten auf die Kommune zu. Das Wasserwerk ist in einem so schlechten Zustand, so ein Experte, dass es vermutlich durch eine neue Anlage ersetzt werden muss.

Fachleute der Schneider-Leibner Ingenieurgesellschaft (SLI) aus Augsburg hatten die Energieeffizienz der Wasserversorgung in der Industriegemeinde untersucht und eine hydraulische Berechnung vorgenommen. Das Ergebnis: Eine Sanierung des Wasserhauses würde letztlich teurer kommen als ein Neubau. Auch sei es für den heutigen Bedarf in der Industriegemeinde (nach dem zwischenzeitlichen Anschluss an den Zweckverband der Oberndorfer Gruppe) zu groß dimensioniert.

Die Technik wie die Substanz des Gebäudes seien veraltet, erklärten im Umwelt-, Agenda- und Familienausschuss Jürgen Schneider und Vanessa Schweikart. Nennenswerte Sanierungsmaßnahmen seien seit dem Bau vor 60 Jahren nicht erfolgt, blickte Bürgermeister Martin Paninka zurück.

„Die Zeit ist nicht spurlos an dem Gebäude vorbei gegangen“, analysierte Schneider. Aber auch die Technik sei in einem schlechten Zustand. Der Stand der Geräte und der Maschinen entspreche jedenfalls keineswegs den aktuellen Anforderungen an eine leistungsfähige und moderne Wasserversorgung.

Das Ingenieurbüro stellte mehrere Varianten für Maßnahmen vor. Nach der Präsentation beauftragte das Gremium, das Büro ein konkretes Konzept auszuarbeiten. Basis dafür sollen der Abbruch und ein Neubau des Wasserhauses am Josef-Dunau-Ring sein. Weitere Festlegungen wollten die Mitglieder aber nicht treffen, weil das Projekt möglicherweise Kosten im sechsstelligen Bereich verursacht. Deshalb soll das weitere Vorgehen nach der Vorlage einer Detailplanung im Gemeinderat besprochen werden.

Auch mit der Löschwasserversorgung beschäftigte sich der Ausschuss. Bürgermeister Paninka kündigte an, mit der Kreisbrandinspektion den Bedarf für Brand- und Katastrophenfälle abzuklären. Besonders im Ortsteil Hamlar mit dem Großunternehmen Grenzebach bestehe offenbar Bedarf.

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