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Nachhaltigkeit

15.01.2020

Neue Blickwinkel aufs Thema Plastik

Eine Szene aus dem Film „Plastic Planet“ – die Dokumentation ist eine der Empfehlungen von Carina Reitmair, wenn es um Filme zu den Themen Nachhaltigkeit, Plastik, Ernährung und Lebensmittel geht.
Foto: Farbflim

Welche Filme und Dokumentationen laut unserer Expertin sehenswert sind

Plastik ist überall: beim Einkaufen, im Kinderzimmer, im Küchenschrank. Doch immer mehr Menschen entscheiden sich, so weit wie möglich auf Plastik zu verzichten. Carina Reitmair, Initiatorin der Plastikfrei-Stammtische in Donauwörth und Thierhaupten und Gründungsmitglied der „Transition Town – Mehr Nachhaltigkeit für Donauwörth“, hat ihr eigenes Leben und das ihrer Familie seit sechs Monaten komplett umgestellt: Neues Plastik kommt fast nicht mehr ins Haus. Sie teilt mit den DZ-Lesern ihre besten Tipps. Dieses Mal geht es um Filme.

Es gibt viele Filme und Dokumentationen zu den Themen Nachhaltigkeit, Plastik, Ernährung und Lebensmittel. Solche Filme können informieren, einen neuen Blickwinkel darauf eröffnen, was gerade in unserer Welt passiert, aufrütteln, zum Nachdenken anregen und einen dazu bewegen, selbst etwas für die Umwelt und für mehr Nachhaltigkeit zu tun. Hier eine Auswahl der Filme, die Carina Reitmair empfiehlt:

Eine Dokumentation über die Anfänge des Plastiks und die aktuelle Situation sowie die Vor- und Nachteile von Plastik. „Danach möchte man am liebsten anfangen, das ganze Plastik aus dem Haus zu werfen“, so Reitmair.

„Das ist meiner Meinung nach der beste Film zum Thema Nachhaltigkeit. Es ist eine Dokumentation, die nicht wie die meisten Filme zu diesen Themen ein ungutes Gefühl oder ein schlechtes Gewissen hinterlässt.“ Am Ende des Films fühlt man sich hoch motiviert, mit anzupacken für eine enkeltaugliche Zukunft. Im Film geht es um die weltweite Transition-Town-Bewegung, und es wird auch deren Begründer Rob Hopkins mehrmals interviewt. Es werden viele positive Beispiele gezeigt von „Städten im Wandel“. Dieser Film ist der Grund, warum Reitmairs Verein in der Stadt „Transition Town Donauwörth“ heißt.

„Dieser Dokumentarfilm über den ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore veränderte mein Leben. Ich war 16 Jahre alt, als ich diesen Film gesehen habe und war sehr beeindruckt“, so Reitmair. Kurzweilig und interessant erzählt Al Gore über die globale Erwärmung, widerlegt Mythen und Missverständnisse und sagt eindeutig, die globale Erwärmung sei eine gegenwärtig große Gefahr.

Diese Dokumentation ist die Fortsetzung zum Film „Eine unbequeme Wahrheit“ – elf Jahre nach dem ersten Film. Reitmair: „Ich werde nie vergessen, wie Al Gore wütend ruft: „Habt ihr die Wissenschaftler nicht gehört? Habt ihr die Schreie von Mutter Natur nicht gehört?“

In diesem Film reist Leonardo DiCaprio um die Welt, um mit Wissenschaftlern, Politikern, Unternehmern, Aktivisten und anderen über die Thematik „Klimawandel“ zu reden. Auch Barack Obama, Elon Musk und Papst Franziskus kommen zu Wort. Es wird unverblümt gezeigt und erklärt, was die Folgen des Klimawandels sind, aber auch Möglichkeiten und Lösungsansätze, wie man den Klimawandel bekämpfen oder verlangsamen kann. Auch geht es um das Pariser Klimaabkommen.

Dieser Film ist laut Reitmair ein absolutes Muss, auch in jeder Schule als Pflichtfilm. In dem Film geht es darum, dass Kleidung immer günstiger wird und Menschen ohne Hintergedanken immer mehr davon konsumieren. Diese Dokumentation handelt von der Modeindustrie von heute und zeigt, wie unsere Kleidung wirklich produziert wird, woher sie kommt und welchen Preis die Menschen in den Entwicklungsländern dafür zahlen.

Dieser Film dokumentiert die Anfänge der Umweltorganisation Greenpeace in den 70ern. Die Dokumentation gibt Hoffnung, dass sogar eine kleine Gruppe Menschen die Welt verändern kann.

Dieser Film war der Grund, warum Reitmair und ihr Mann anfingen, die ganze Ernährung der Familie auf „zuckerfrei“ umzustellen. In diesem Film unterzieht sich der australische Regisseur und damals werdender Vater Damon Gameau einem Selbstexperiment unter ärztlicher Aufsicht. Nach über drei Jahren „zuckerfrei“ konsumiert er 60 Tage lang übermäßig Zucker, ohne mehr Kalorien zuzuführen als vorher – die Ergebnisse sind erschreckend und aufrüttelnd.

In diesem Film wird die Massentierhaltung und die Täuschung von Supermarktkunden kritisiert. Auch geht es um Monopole in der Lebensmittelindustrie.

Eine schockierende Dokumentation über Lebensmittelverschwendung – „man erhält Einblicke, wie es tatsächlich in Supermärkten zugeht und wie viel Lebensmittel weggeworfen werden“, erklärt Reitmair.

Ein weiterer wichtiger und guter Dokumentarfilm von Werner Boote (Plastic Planet) in Zusammenarbeit mit Kathrin Hartmann (Expertin für Greenwashing und Nachhaltigkeit). Es geht darum, dass viele Firmen viel Geld ausgeben, um so zu tun, als wären sie nachhaltig, damit sie noch mehr Geld verdienen können (sogenannetes Greenwashing).

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