Geschichte

04.11.2014

Neue Chroniken

Historiographischer Verein startet neue Projekte in Marxheim und Umgebung

Gute Nachricht für alle Geschichtsfreunde in der Region: Es gibt einen neuen Verein, der die lokale Historie unter die Lupe nehmen will. Zur Vorstellung des noch jungen „Historiographischen Vereins für Burgmannshofen, Übersfeld und Blossenau“ waren viele interessierte Bürger ins Feuerwehrheim nach Burgmannshofen gekommen.

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Tobias Weigl erklärte die Intension des neu gegründeten Vereins. Er führte aus, dass der Zweck des Vereins die wissenschaftliche Erforschung, Dokumentation, Vermittlung und Bewahrung der Heimat-, Kultur- und Alltagsgeschichte im Gebiet der heutigen Pfarrei Übersfeld ist. Als erstes Großprojekt hat sich der Verein die Erstellung einer umfassenden Ortschronik für Burgmannshofen vorgenommen, die Chroniken für die Orte Übersfeld und Blossenau sollen folgen.

Die dafür vom Verein engagierte Historikerin Maria Hennl führte kompetent durch ihre bisherigen Rechercheergebnisse aus den verschiedenen Archiven und Katasterämtern und ließ die Anwesenden an ihren Transkriptionen teilhaben. Insbesondere das Wiederauffinden eines aus dem Jahr 211 stammenden Fragments eines Meilensteins, das am 18. Oktober des Jahres 1811 von Graf Johann Adam von Reisach, Landrichter zu Monheim, auf dem Gottesacker von Burgmannshofen aufgefunden und von ihm zunächst auf die Burgruine von Graisbach gebracht wurde, weckte das Interesse des Publikums. Als ebenso bemerkenswert wurde die Nennung des ersten namentlich bekannten Burgmannshofers aufgenommen, die immerhin aus dem 14. Jahrhundert stammt. Die Geschichte des Hofes, auf dem dieser erste Einwohner gelebt hat, konnte Hennl sogar bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen.

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Da dieser Verein in erster Linie von und für die Bevölkerung der genannten Dörfer lebt, wurden die Zuhörer vom Vorsitzenden animiert, sich auch persönlich für die Ziele des Vereins tatkräftig zu engagieren. Alte Fotos, Dokumente, Flurpläne, Übergabeurkunden und alles, was auf den ersten Blick als „altes Zeug“ aussieht, so Weigl, solle nicht weggeworfen, sondern dem Verein zur Verfügung gestellt werden.

Nur so könne es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und als „altes Wissen“ für kommende Generationen bewahrt werden. (dz)

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