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Stadtrat

14.11.2019

Neue Wasserleitung über Monheimer Flur

Eine Versorgungstrasse zweier regionaler Wasserunternehmen soll über Monheimer Gebiet verlaufen. Doch wie werden die Forst- und Feldwege die Bauarbeiten überstehen?

In den kommenden Jahren soll eine Wasserverbundleitung der Bayerischen Rieswasserversorgung (BRW) zur Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) gebaut werden. Da diese auch über Monheimer Flur laufen wird, wurde das Thema nun ausführlich im Stadtrat behandelt. Dabei gaben die Ratsmitglieder dem Projekt ihre prinzipielle Zustimmung – sie möchten aber vor bösen Überraschungen verschont bleiben.

Jürgen Geyer und Friedrich Eckmeier vom gleichnamigen Nördlinger Ingenieurbüro stellten den aktuellen Stand der Planungen vor. Es habe bereits erste Voruntersuchungen gegeben, informierte Geyer. Da die Fördergelder für derartige Projekte Ende 2021 auslaufen und der Zeitrahmen für eine Maßnahme dieser Größe somit ziemlich knapp ist, stelle man das Vorhaben bereits jetzt vor. Das Übergabebauwerk zwischen BRW und WFW soll etwa einen Kilometer südlich von Warching gebaut werden. Von dort führt die Gussleitung dann Richtung Wemding.

Leitung kostet insgesamt zehn Millionen Euro

Neue Wasserleitung über Monheimer Flur

Auf Monheimer Flur kreuzt die Leitung die Straße zwischen Monheim und Kölburg auf Höhe der Biogasanlage, verläuft dann unter der B2, ehe sie an Flotzheim vorbei weiter Richtung Fünfstetten geht. Insgesamt werde die Trasse rund 21 Kilometer lang sein, Geyer sprach von einem finanziellen Volumen von etwa zehn Millionen Euro. „Im Monheimer Gebiet verläuft die Leitung weitgehend über Forst- und Feldwege“, erläuterte Ingenieur Geyer. Jede betroffene Kommune müsse vorab ihr Einverständnis geben, ehe es ins Plangenehmigungsverfahren gehe.

Gleich mehrere Ratsmitglieder äußerten im Anschluss ihre Sorge, dass die Forst- und Feldwege nach den Bauarbeiten in einem schlechten Zustand sein könnten. Hier habe man in der Vergangenheit bereits negative Erfahrungen gemacht. Für Alfons Meier (MUM) und Peter Bullinger (CSU) war es zudem von großer Bedeutung, die Trasse möglichst weit entfernt von der Monheimer Erdaushub-Deponie zu bauen, um für diese städtische Einrichtung in Zukunft noch Erweiterungsmöglichkeiten zu haben. Josef Steinhart (PWG) regte für die Bauarbeiten eine Art Fremdüberwachung oder ein Monitoring an.

Gerhard Leinfelder, Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft, meinte, diese gewünschten Dinge seien allesamt nicht Teil des zweiseitigen Vertrags, den er erst am Tag der Sitzung erhalten habe. „Wenn gewisse Sachen politisch gewünscht sind, wird man nachverhandeln müssen.“ Zunächst votierten die Gremiumsmitglieder jedoch einstimmig für die grundsätzliche Vereinbarung. Ingenieur Geyer sagte zu, in den aktualisierten Plänen die Trasse möglichst weit von der Deponie entfernt zu verlegen. Außerdem garantierte er, dass die Wege bei Bedarf entsprechend instandgesetzt werden. In Detailfragen habe man auch noch keinen Zeitdruck. Wichtig sei zunächst die prinzipielle Zustimmung gewesen, um die Planung weiter voranzutreiben. Zeitnah möchte Geyer auch einen Vertragsentwurf für die Vorschläge aus dem Stadtrat präsentieren.

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