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30.11.2018

Neuer Kanal soll Flutgefahr verringern

Millionenprojekt in Wemding

Um die Überflutungsgefahr in Teilen von Wemding bei Starkregen zu verringern, packt die Stadt eine weitere Maßnahme an. In der Zechstraße soll der Abwasserkanal erneuert und ausgeweitet werden. Das Projekt verschlingt viel Geld: Eine Schätzung geht davon aus, dass die Tief- und Straßenbauarbeiten über 1,5 Millionen Euro kosten. Der Stadtrat hat nun beschlossen, dass die Arbeiten ausgeschrieben werden.

Das Vorhaben in der Zechstraße ist Albert Eibl vom gleichnamigen Ingenieurbüro zufolge Teil eines Gesamtkonzepts. Bereits verwirklicht sind unter anderem Maßnahmen in der St.-Sebastian-Straße (Regenüberlaufbecken) und in der Scheyringstraße (Stauraumkanal).

In der Zechstraße bestehe ebenfalls Handlungsbedarf. Die Kanalisation sei dort bei starken Niederschlägen extrem überlastet. Zudem seien die Rohre alt und undicht. Diese Probleme sollen jetzt gelöst werden – und zwar so: Auf einer Länge von 140 Metern werden Stahlbetonrohre mit einem Durchmesser von 60 Zentimetern eingebaut. Daran anschließend wird auf drei Abschnitten mit einer Gesamtlänge von 84 Metern ein Stauraumkanal geschaffen. Dessen Rohre sollen einen Durchmesser von 2,20 Meter haben. Damit werde ein Rückhaltevolumen von 320 Kubikmetern geschaffen, erklärte Eibl. Um zu verhindern, dass das aufgestaute Wasser in die Häuser in diesem Bereich eindringt, werden diese an einen Kanal angeschlossen, der parallel zum Stauraum verläuft.

Nicht ganz unproblematisch dürfte nach Angaben des Ingenieurs der Baugrund sein. Untersuchungen im Vorfeld hätten ergeben, dass der Boden teilweise mit Schadstoffen belastet und teilweise feinsandig ist. Dies mache die Bauarbeiten auch aufwendiger.

Die vorgetragene Lösung wurde laut Bürgermeister Martin Drexler gemeinsam mit den Anliegern in der Sandfeldsiedlung entwickelt. Die eigentlichen Kanalarbeiten werden voraussichtlich mit rund einer Million Euro zu Buche schlagen. Für den Straßenbau sind nach Auskunft von Ingenieur Martin Stadelmann etwa 470000 Euro zu veranschlagen. Zudem werde die Bayerische Rieswasserversorgung die Trinkwasserleitungen austauschen. Hier rechne man mit Kosten in Höhe von ungefähr 110000 Euro. (wwi)

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