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25.07.2020

Neuer Radweg: Das Konzept steht

Die Verbindung wird 4,6 Kilometer lang

Nachdem sich der Landkreis im vergangenen Jahr entschlossen hat, neben dem touristischen Radverkehr künftig verstärkt auf Berufspendler mit dem Drahtesel zu setzen, soll in diesem Zusammenhang ein erstes größeres Projekt umgesetzt werden: ein 4,6 Kilometer langer und 2,5 Meter breiter neuer Geh- und Radweg zwischen Wemding und Wolferstadt, der rund 1,9 Kilometer im Stadtgebiet Wemding und die restlichen 2,7 Kilometer auf Wolferstädter Flur verläuft. Gebaut werden soll 2021. Die Kosten von geschätzten 500000 Euro netto teilen sich die Kommunen und der Landkreis, der einen notwendigen Kreuzungsumbau in Steinbühl bezahlt.

Seit geraumer Zeit wird rund um Wemding über eine solche Verbindung diskutiert. Gerhard Schappin, Fachbereichsleiter Tiefbau im Landratsamt, spricht deshalb auch von einer „gemeinsamen Idee“ der Kommunen und dem Kreis.

Jetzt hat Schappin erstmals konkrete Planungen dem Kreis-Bauausschuss vorgestellt, wo sie auf breite Zustimmung stießen. Er verwies auf „einige Hürden“, die man im Vorfeld habe überwinden müssen, insbesondere beim Grunderwerb in Steinbühl. Schappin zufolge ist zudem vorgesehen, den Weg mit einer „Benutzungspflicht“ zu versehen. Radler und Fußgänger müssen diesen benutzen und dürfen nicht auf der Straße fahren oder laufen.

Der Wemdinger Kreisrat Gottfried Hänsel (CSU) nannte den Geh- und Radweg eine „ideale Anbindung“ zum Waldsee, dem Campingplatz sowie zum Sportgelände an der Robertshöhe. Er sei überzeugt, dass künftig verstärkt Berufstätige aus Wolferstadt die neue Verbindung nutzen würden, um zur Arbeit nach Wemding zu kommen.

Gerhard Martin (SPD) goss etwas Wasser in den Wein, indem er auf die erheblichen Waldrodungen zwischen Wemding und Steinbühl und dem damit einhergehenden Flächenverbrauch hinwies, um das Projekt umsetzen zu können. Da es sich um den Wemdinger Stadtwald handle, gehe er davon aus, dass von dort Forderungen nach Ausgleichsmaßnahmen kommen würden. Gottfried Hänsel sagte, mit der Stadt sei diese Problematik abgeklärt. An die noch nicht erfolgte Freigabe der Haushaltsmittel für das Vorhaben erinnerte Landrat Stefan Rößle. Die Kosten müssten erst in den Etat für 2021 aufgenommen werden. Erst dann könne man starten.

Der neue Radweg beginnt in Wemding in der Wolferstädter Straße auf dem bestehenden Gehweg im westlichen Bereich. Dieser soll von zwei auf 2,50 Meter verbreitert werden vorausgesetzt, die Grundstückseigentümer sind bereit, die benötigten Flächen zur Verfügung zu stellen. Kurz vor dem Ortsausgang wechselt die Wegeführung an einer noch zu bauenden Querungsstelle auf die östliche Seite. Im weiteren Verlauf geht es über die Straße zum Campingplatz durch den Wald entlang der DON2, teilweise abgesetzt davon, bis nach Steinbühl und von dort „straßenbegleitend“ auf der nördlichen Seite bis zum Ortseingang von Wolferstadt. Wichtig für Landwirte: Zufahrten zu ihren Grundstücken bleiben erhalten. (bs)

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