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Buchdorf

13.12.2019

Noch ein Interessent für Bürgermeisteramt in Buchdorf

Michael Ensinger aus Rain will Bürgermeister in Rain werden.
Bild: Ensinger

Michael Ensinger aus Rain will Bürgermeister in Buchdorf werden. Er kommt mit dem Blick von außen – das ist für ihn ein großer Vorteil.

Das Interesse am Bürgermeistersessel in Buchdorf ist groß. Nachdem bereits Benjamin Hertle (CSU), Ursula Kneißl-Eder (Frauenliste Buchdorf-Baierfeld) und Walter Grob (für eine ganz neue Gruppierung) ihren Hut in den Ring geworfen haben, haben nun auch PWG/FW Freitagabend ihren Kandidaten vorgestellt. Es ist Michael Ensinger aus Rain.

Der 54-jährige geht mit Elan in den Wahlkampf, für den er sich vorgenommen hat, ihn sportlich und respektvoll gegenüber den Mitbewerbern zu bewältigen. Er macht aber keinen Hehl daraus, mit dem Anspruch anzutreten, die Wahl auch gewinnen zu wollen: „Ich möchte ein Bürgermeister für alle sein.“

Unvoreingenommenheit als Vorteil

Dabei fällt es ihm leichter, kein Buchdorfer zu sein, sondern aus einer anderen Ecke des Landkreises zu kommen, wie er sagt. „Ich kenne keine möglichen Seilschaften, bin schon gar nicht Teil davon und kann der ganzen Bürgerschaft neutral und unvoreingenommen begegnen“, erklärt er.

Noch ein Interessent für Bürgermeisteramt in Buchdorf

„Mir liegt es auch nicht, schmutzige Wäsche aus der Vergangenheit zu waschen, sondern ich möchte den Deckel draufmachen und den Blick nach vorne richten.“ Dabei geht es Ensinger auch weniger um Parteipolitik als vielmehr darum, „sach- und themenorientiert zu agieren. Ich möchte einhellig mit dem Gemeinderat zusammenarbeiten und die Bürger an transparenten Entscheidungsprozessen teilhaben lassen.“

Polizeihauptkommissar aus Rain

Michael Ensinger stammt aus Rain und lebt nach wie vor in der Tillystadt. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und wird im Frühjahr erstmals Opa. Beruflich arbeitet der diplomierte Verwaltungswirt als Polizeihauptkommissar in München im Innenministerium. Er ist dort in der Abteilung C für öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig.

Kommunalpolitische Erfahrungen hat Michael Ensinger bislang nur wenig gesammelt, hat sich allerdings als Sprecher der Bürgerinitiative „Stoppt den Kreisverkehr im Ziegelmoos“ in Rain engagiert. Zudem kümmert er sich ehrenamtlich als Betreuer.

Für den 54-Jährigen steht jetzt an oberster Stelle, sich mit den Gegebenheiten in Buchdorf intensiv auseinanderzusetzen – eine fundierte Analyse, wo die Gemeinde in Bezug auf sämtliche Bereiche der Infrastruktur steht. „Auf diesem Fundament aufbauend, ist es mir dann wichtig, festzustellen, was oberste Priorität hat und sofort erledigt werden muss, welche Entscheidungen mittelfristig zu treffen sind und welche Punkte später an die Reihe kommen.“

Vier zentrale Punkte

Vier Punkte hat sich Michael Ensinger zunächst unter anderem vorgenommen:

Er möchte Frieden in die Gemeinde bringen, wünscht sich ein harmonisches Miteinander im Gemeinderat und will die Energie einzig darauf verwenden, Ergebnisse zu erzielen.

Beim Thema Flächenfraß, so Ensinger, „steht die Gemeinde Buchdorf an oberster Stelle im Landkreis. Diese Entwicklung ist nicht gesund. Mir geht es um innerörtliche Nachverdichtung, um moderates Wachstum, nicht um wilde Bautätigkeit.“

Mithilfe aus der Bevölkerung

„Im Ortsteil Baierfeld haben wir eine Besonderheit: Dort ist die Bevölkerung in den Jahren 2002 bis 2018 um zehn Prozent zurückgegangen. Ich möchte dort Bauplätze generieren, um die junge Bevölkerung zu halten.“

Und nicht zuletzt geht es Ensinger um die Buchdorfer Feuerwehr. „Dort fehlt es an allen Ecken und Enden“, sagt er. Das Feuerwehrhaus stammt von 1996 und entspreche keineswegs mehr dem modernen Standard.

Neben diesen Punkten will der PWG/FW-Kandidat aber seinen Blick in alle Richtungen lenken. Dazu bittet er die Bevölkerung um Mithilfe. Er wird in jeden Briefkasten ein Flugblatt werfen mit der Überschrift „Wo drückt der Schuh?“ Darauf können Bürger eintragen, worum es ihnen speziell bei der Entwicklung ihrer Gemeinde geht.

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