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Rain

01.12.2020

Noch ein unerfreuliches Zwischenspiel am Schulzentrum Rain

Momentan herrscht Stillstand bei den Abbrucharbeiten des Gebäudekomplexes C am Schulzentrum Rain. Bis Ende März sollen aber alle wesentlichen Arbeiten erledigt sein, rechtzeitig bevor die Schwalben aus dem Süden zurückkommen, um zu nisten.
Bild: Barbara Würmseher

Plus Die Abbrucharbeiten des größten Gebäudekomplexes am Schulzentrum Rain haben schon einmal Ärger gemacht. Warum nun eine erneute Ausschreibung nötig ist.

Der Neubau des Schulzentrums Rain bleibt weiter problembehaftet: Nach anfangs enormen Kostenexplosionen, dann einem juristischen Intermezzo und unerwarteten zeitlichen Verzögerungen gab es jetzt einen weiteren Zwischenfall, der für Ärger sorgt.

Die klagende Firma bekam den Zuschlag

Bekanntlich musste heuer im Frühjahr ein Baustopp am größten Gebäudekomplex der Schule eingelegt werden. Dieser „Bauteil C“ hätte im Januar abgerissen werden sollen, ehe die Schwalben aus dem Süden zurückkamen. Doch ein Abbruch-Unternehmen hatte das Vergabeverfahren infrage gestellt und Klage bei der Vergabekammer Südbayern eingereicht, weil es den Auftrag nicht bekommen hatte, obwohl es der günstigste Bieter war. Danach musste das Gewerk neu ausgeschrieben werden, und die klagende Firma bekam den Zuschlag.

Terminplan war unmöglich einzuhalten

Nun hat aber das Landratsamt als Bauherr vor einigen Tagen den Vertrag mit diesem Unternehmer gekündigt. Als Grund nennt Landrat Stefan Rößle auf Anfrage: „Die Firma war nicht bereit, notwendige Nachtragsarbeiten auszuführen. Zudem hat sich im Laufe der Arbeiten gezeigt, dass sie den Terminplan unmöglich einhalten kann.“

Joachim Aurnhammer, Teamleiter Hochbau, ergänzt: „Die Abbruchfirma hat die Nachtragsarbeiten nicht akzeptiert, und so kam es zum Stillstand.“ Diverse Nachträge, so erklärt er, seien nicht ungewöhnlich, aber nicht absehbar und daher im Leistungsverzeichnis nicht enthalten.

Unternehmen räumte die Baustelle nicht

Das Unternehmen hätte nun laut Kündigungsschreiben am vergangenen Freitag und Samstag die Baustelle räumen müssen, sich aber geweigert, das zu tun. Das Landratsamt hat daraufhin die Container mit Abbruchmaterial anderweitig räumen lassen, woraufhin der Unternehmer der gekündigten Firma die Polizei zur Baustelle schickte und auch das Gewerbeaufsichtsamt einschaltete.

Beamte der PI Rain sahen sich die Lage vor Ort an, hatten aber keinen Anlass einzugreifen. Ebenso hatte die Gewerbeaufsicht nichts zu beanstanden, wie Joachim Aurnhammer sagt. „Es war alles rechtmäßig.“

Es gibt eine neue Ausschreibung

Nun wird es eine erneute Ausschreibung für die Abbrucharbeiten geben. Unabhängig davon rückt heute ein Unternehmen für Asbestarbeiten an, und bis Weihnachten werden die alten Dachaufbauten abgeräumt.

Zwischen Anfang Februar und Ende März soll dann – rechtzeitig, bevor die Schwalben zu nisten beginnen – die Fassade abgerissen sein. Der Zeitplan erfährt durch diesen neuerlichen Zwischenfall laut Aurnhammer „keine wesentliche Verzögerung“.

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