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17.02.2015

Notaufnahmen: Die Fallzahlen nehmen weiter zu

Die Notaufnahme im Donauwörther Krankenhaus ist zu klein für die Patientenzahlen. gKU-Vorsitzender Jürgen Busse sieht Handlungsbedarf.

Nachts und an den Wochenenden kommen immer mehr Patienten in die Klinik. Chef Jürgen Busse dazu im Interview

Viele Notaufnahmen in bayerischen Kliniken haben in den vergangenen Tagen von extremer Überlastung gesprochen. Besonders im Raum München und im Gebiet um Nürnberg signalisierten die Krankenhäuser zeitweise sogar den Rettungsdiensten, keine Kapazitäten für neue Patienten mehr zu haben. Im Landkreis Donau-Ries gibt es in den Kliniken Donauwörth und Nördlingen je eine zentrale Notaufnahme. Auch dort spitzt sich die Lage allmählich zu, bestätigtegKU-Vorstandsvorsitzender Jürgen Busse unserer Zeitung. Wir sprachen mit ihm über die Situation im Stiftungskrankenhaus Nördlingen und der Klinik in Donauwörth.

Wie ist die aktuelle Lage in den Notaufnahmen im Landkreis?

Sie ist vergleichbar mit anderen Kliniken. Die Fallzahlen von ambulanten Patienten nehmen in beiden hiesigen Notaufnahmen zu, vor allem nachts und an den Wochenenden.

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Können problemlos alle Patienten behandelt werden?

Busse: Die Versorgung unserer Landkreisbevölkerung ist sicher gestellt. Es kann jedoch zu längeren Wartezeiten kommen, wenn mehrere Notfälle gleichzeitig behandelt werden müssen. Eine maximale Obergrenze kann ich nicht nennen, denn das hängt von der Indikationsstellung ab.

Für Nördlingen wurden im vergangenen Jahr folgende Zahlen genannt: Die zentrale Notaufnahme versorgt pro Jahr rund 17000 Patienten, manchmal bis zu 80 pro Tag. Mit welchen Zahlen rechnen Sie heuer?

Am Stiftungskrankenhaus sind die ambulanten Notfälle 2014 gegenüber 2013 auf hohem Niveau wiederum leicht angestiegen. In Donauwörth betrug die Steigerung 2014 über 30 Prozent, was aber auch auf die bessere ärztliche Besetzung der Unfallchirurgie zurückzuführen ist. Ich rechne mit weiter ansteigenden Zahlen in diesem Jahr.

Landrat Stefan Rößle hat erst Anfang des Monats bestätigt, dass vor allen die Notaufnahme in Donauwörth eigentlich längst zu klein geworden ist. Muss da kurzfristig investiert werden, damit Zustände wie in den jetzt schon überlasteten Kliniken in Bayern verhindert werden können?

Busse: Richtig ist, dass die Nothilfe in Donauwörth saniert werden müsste, um diese an die Bedürfnisse, die Behandlungsabläufe ausrichten zu können. Ein kurzfristiger Umbau ist nicht vorgesehen; geplant ist ein größerer Umbau, um die Notaufnahme für die Zukunft entsprechend zu gestalten. Im Stiftungskrankenhaus haben wir eine neue Nothilfe. Investitionen sind nur für die medizinische Geräteausstattung vorgesehen.

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