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19.05.2015

Notaufnahmen werden zum Notfall

gKU-Delegation schildert in Berlin die Probleme

Eine Delegation des gKU (gemeinsames Kommunalunternehmen Donau-Ries Kliniken und Seniorenheime) hat in Berlin Gesundheitspolitikern die drängende Problematik der Notfallversorgung sowie Themen zur stationären Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen geschildert.

Die Situation der Notaufnahmen, vor allem im ländlichen Raum spitzt sich laut Pressemitteilung weiter zu. Auch der Landkreis Donau-Ries ist davon betroffen: „Rund 30 Prozent der Patienten, die bei uns in den Notaufnahmen aufschlagen, hätten eigentlich vom notärztlichen Bereitschaftsdienst versorgt werden können“, beschreibt der gKU-Vorstandsvorsitzende Jürgen Busse die Lage. Die Notaufnahmen der Kliniken würden damit selbst zum Notfall. Sie geraten unter finanziellen und personellen Druck angesichts des ständigen Anstiegs des Patientenaufkommens.

Die ärztliche Notfallversorgung sei vor allem in Gegenden mit ländlicher Struktur zusehends überfordert. Die Pauschalen, die für die Notfallbehandlung von den Krankenkassen gezahlt werden, würden oft nicht einmal die Fahrtkosten abdecken. Eine politische Lösung sei deshalb dringend nötig. Um diese Situation der Politik näherzubringen, aber auch um weitere Themen zur stationären Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum zu diskutieren, ist eine Delegation bestehend aus Landrat Stefan Rößle, Alexander Wild, Bernhard Kuch, Dietmar Blechschmidt und Thomas Eberl nach Berlin gefahren. Auf Vermittlung von Konsulin a. D. Mirjana Jaman traf man sich zunächst mit dem Bundestagsvizepräsidenten Johannes Singhammer und brachte ihm die Situation der Kliniken und der ambulanten ärztlichen Notversorgung im Landkreis Donau-Ries näher. Anschließend organisierte der Nördlinger Bundestagsabgeordnete, Ulrich Lange, eine hochrangig besetzte Gesprächsrunde mit drei Bundestagsabgeordneten, die sich mit der Thematik Gesundheitsgesetzgebung intensiv befassen. Mit ihnen wurden laut Pressemitteilung neben der Notfallversorgung die unzureichende Investitionsförderung der Kliniken, die Mehrerlösabschläge bei Leistungszuwächsen im stationären Budget sowie die Etablierung von Ambulanzen in Kliniken angesprochen. „Zumindest konnten wir die Dringlichkeit der Probleme deutlich machen und Informationen aus erster Hand liefern, die sonst möglicherweise nur gefiltert bei den Politikern in Berlin ankommen“, so Landrat Stefan Rößle. (dz)

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