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Donauwörth

13.10.2019

OB-Kandidaten in vielen Punkten einig

Ein Prosit auf den OB-Wahlkampf in Donauwörth: (von links) Joachim Fackler, Albert Riedelsheimer, die Moderatoren Barbara Wild und Mirko Zeitler, Jürgen Sorre und Michael Bosse.
Bild: Helmut Bissinger

Plus Die vier Bewerber für die Wahl des Donauwörther Oberbürgermeisters stehen im Rahmen des Oktoberfests Rede und Antwort. Wer was wie vertritt.

„Eine Entscheidungshilfe für die Wahl zum neuen Donauwörther Oberbürgermeister am 15. März 2020 geben – das war das Ziel einer Polit-Gesprächsrunde auf der Bühne des Donauwörther Oktoberfests. Süffigen Gerstensaft gab es für die Kandidaten aber erst zum Schluss. Gesprächspartner für Barbara Wild, Redaktionsleiterin der Donauwörther Zeitung, und Mirko Zeitler, Programmchef von Radio RT1 Nordschwaben, waren Michael Bosse (Freie Wähler/PWG), Joachim Fackler (CSU), Albert Riedelsheimer (Bündnis 90/Die Grünen) und der parteilose Jürgen Sorre, den die SPD ins Rennen schickt.

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Das Ergebnis nach 120 Minuten: Man muss schon genau hinhören, um Unterschiede zu erkennen. „Das wird schwer“, sagte dann auch eine Zuhörerin im Hinblick auf ihre ganz persönliche Wahl (siehe Artikel unten). Annähernd 800 Interessenten kamen ins Bierzelt, um zu erleben, wie die Kandidaten zunächst einzeln zu Klängen des bayerischen Defiliermarsches aufgerufen wurden.

Was die Kandidaten zum Tanzhaus sagen

Das Quartett stellte sich in einer ersten Runde vor. Dabei betonten alle vier Kandidaten ihre „tiefe Verwurzelung“ mit Donauwörth. Die Themenkomplexe, die eingehend diskutiert wurden, und deren wichtigste Aussagen waren die Folgenden:

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TanzhausUm dieses Wahrzeichen der Stadt zukunftsorientiert auszurichten, sieht Michael Bosse nur einen Neubau als sinnvoll. Wie er plädiert auch Jürgen Sorre für einen Abriss des Gebäudes. Einen Stadtsaal zu integrieren, sieht er als „nicht dringend erforderlich“. Albert Riedelsheimer findet „es sehr schade, dass es in Richtung Abriss geht“. Ob das Tanzhaus auch künftig einen Veranstaltungssaal benötigt, ist für Riedelsheimer eine offene Frage. Joachim Fackler hat den Anspruch, dass das Tanzhaus auch in Zukunft einen Saal haben soll. Nur so, in Kombination mit einer attraktiven Gastronomie, könne das Tanzhaus wieder zu einer Perle werden.

Tanzhaus-Nutzung Die Gastronomie im Tanzhaus ist für alle vier Kandidaten elementar. Jürgen Sorre könnte sich vorstellen, dort alle Museen der Stadt zu konzentrieren oder auch für die Stadtbibliothek einen neuen Standort zu schaffen. Michael Bosse möchte dort in jedem Fall einen „repräsentativen Saal“ für kleinere Veranstaltungen sehen, während Albert Riedelsheimer die Nutzung als „vernünftiges Ärztehaus“ ins Gespräch brachte. Pro Stadtsaal äußerte sich auch Joachim Fackler.

Veranstaltungshalle Eine solche Halle sei notwendig, meinte Jürgen Sorre, denn überregional bekannte Künstler könne man zu Großveranstaltungen nur so in die Stadt bekommen. Der Platz an der früheren Schwabenhalle wäre für ihn ein guter Standort, ebenso wie für Albert Riedelsheimer. In jedem Fall, so sein Argument, müsste eine solche Halle gut an den öffentlichen Verkehr angebunden sein. Für „Zentrumsnähe“ plädierte auch Michael Bosse. Er will keine Übergangslösungen, wie sie angedacht seien. Joachim Fackler allerdings glaubt, ohne Provisorien für eine gewisse Zeit nicht auszukommen: „Tanzhaus und Veranstaltungshalle parallel zu verwirklichen, da werden wir an unsere finanziellen Grenzen stoßen.“

Wie die Reichsstraße wiederbelebt werden soll

Reichsstraße Die „gute Stube“ der Stadt wiederzubeleben und die Abwanderung des Handels zu stoppen – das sehen alle Kandidaten als Ziel. Joachim Fackler will dazu einen „Masterplan“ aufstellen, in jedem Fall in einem ersten Schritt ein Fahrradkonzept. Albert Riedelsheimer geht noch weiter: Er will die untere Reichsstraße zur Fußgängerzone machen und damit die Aufenthaltsqualität verbessern. Flankierend soll ein Park-and-Ride-Konzept erstellt werden. „Es gibt nicht die eine Lösung“, sagte Jürgen Sorre. Wolle man der Reichsstraße neues Leben einhauchen, müssten viele Hebel in Bewegung gesetzt werden, letztlich auch und Bürger initiativ werden. Ein „variables Schließen“ der Reichsstraße mit versenkbaren Pollern regte Michael Bosse an. So könnte die Reichsstraße in Schritten verkehrsberuhigt werden.

Verwaltung „Es kommt auf die Führung drauf an“, sagt Jürgen Sorre, angesprochen von einem Bürger aus dem Publikum auf die angeblich selbstherrliche Art von Ressortleitern im Rathaus. Auch die drei anderen Kandidaten wollen es mit klaren Aussagen und klaren Ansagen versuchen, zeigten sich aber von der Meinung über die Verwaltung augenscheinlich nicht überrascht beziehungsweise kommentierten dies nicht weiter.

Parküberwachung Auf eine weitere kritische Frage waren sich die Kandidaten in ihren Antworten einig: „Ohne Parküberwachung geht es nicht.“ Albert Riedelsheimer gab sogar Unterstützung: „Die Parküberwachung macht einen guten Job.“

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