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Donauwörth 

11.09.2019

OB-Wahl: Riedelsheimer jetzt offiziell nominiert 

Nun ist es auch offiziell: Albert Riedelsheimer (Dritter von links) ist OB-Kandidat der Grünen in Donauwörth. Mit ihm freuen sich (von links) Ursula Kneißl-Eder, Thomas Krepkowski, Bärbel Stahl, Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer und Nördlingens grüner OB–Kandidat Wolfgang Goschenhofer.

Albert Riedelsheimer wird von den Grünen einstimmig als OB-Kandidat benannt. Was er in Donauwörth ändern will

Zieht man die Wahlerfolge der Grünen in der jüngeren Vergangenheit heran, so konnte einen der kleine Kreis der Parteifreunde im Café la Kami im Donauwörther Ried am Dienstagabend durchaus überraschen. Aber vielleicht fand sich auch deshalb nur die recht überschaubare Zahl von sechs wahlberechtigten Mitgliedern sowie weiteren Gästen ein, weil das Ergebnis des Votums ziemlich vorhersehbar war: Albert Riedelsheimer wird der OB-Kandidat der Öko-Partei – nun ist das, was bereits bekannt war, auch offiziell. Indessen präsentierte Riedelsheimer sein Programm, in dem es allem voran um das Thema „Innenstadtbelebung“ ging. Hier referierte er über tief greifende Neuerungen, die er anstrebe.

Es gebe mancherorts große Herausforderungen in Donauwörth, stellte der Kandidat aus Riedlingen gleich eingangs heraus. Doch als Sozialarbeiter habe er gelernt, noch mit den schwierigsten Umständen zurechtzukommen. Ein nicht ganz leicht zu bestellendes Feld sei die Situation in der Innenstadt, genauer gesagt der Reichsstraße, die „nach 1000 Jahren ein Update nötig“ habe.

Dauerhafte Fußgängerzone

Er plädierte für eine dauerhafte Fußgängerzone zwischen Rathaus und Stadtkommandantenhaus, ferner müsse die Kernstadt mit Bäumen bepflanzt werden um die Aufenthaltsqualität und damit die Attraktivität der Geschäfte zu steigern – „und zwar nicht mit Bonsais, sondern Bäumen, unter die man sich setzen kann“. Ferner brauche die Stadt ein sogenanntes Leerstandsmanagement, um brach liegende Gebäude wieder fit für Neuansiedlungen zu machen. Überhaupt müsse das Angebot an Kultur im Alltag ausgeweitet werden: Ob Straßenmusiker, Kneipen und Cafés, es müsse mit Nachdruck daran gearbeitet werden, mehr Geschäftsleute und Gastronomen nach Donauwörth zu locken – dazu könne die Stadt durchaus bessere Rahmenbedingungen in Absprache etwa mit potenziellen Vermietern anbieten: „Wir müssen hier die Möglichkeit geben, etwas zu veranstalten.

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Sorge um den Zustand des Bahnhofs

Sorgen bereitet Riedelsheimer der Zustand des Bahnhofs – eine Durchstich für Fußgänger unter dem Gleisbett in Richtung Airbus müsse zwar kommen, dies ginge allerdings nicht ohne Beteiligung des Unternehmens. Das Parkhaus müsse zudem nicht nur für Autos, sondern auch Fahrräder erweitert werden. Des Weiteren sei im Zusammenhang mit dem Ausbau der Rad- und Fußwege ein Steg über die Donau vom Zusamweg zum Airbus-Parkplatz anzugehen. Dort nebenan, am alten Schwabenhallengelände, solle dann eine Veranstaltungshalle gebaut werden, wenn das Tanzhaus sich als nicht mehr sanierungsfähig erweise. Eine Halle müsse Plätze für 600 bis 700 Menschen bieten. Riedelsheimer plädierte des Weiteren dafür, dass sich Donauwörth eine zweite Partnerstadt suchen solle – möglichst an der Donau, er nannte Ungarn als Option.

Landtagsabgeordnete Eva Lettenbauer sprach von der herausragenden Relevanz der Kommunalpolitik – sie sei „die Wurzel der Grünen“. Gewählt wurde der Sozialarbeiter, Stadt-, Kreis- und Bezirksrat als offizieller OB-Kandidat dann von allen anwesenden Wahlberechtigten. Starten soll der Wahlkampf der Donauwörther Grünen am 8. Januar.

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