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18.04.2018

ÖDP hofft auf mindestens fünf Prozent

Treten für die ÖDP an: (von links) Andreas Becker, Matthias Fritzsche, Karl Rembold und Johannes Thum.
Bild: ÖDP

Thum und Fritzsche kandidieren für Land- und Bezirkstag

Die Ökologisch-Demokratische Partei hat im Stimmkreis Donau-Ries die Weichen für die Landtags- und Bezirkstagswahl im Oktober gestellt: Bei der Aufstellungsversammlung wählten die stimmberechtigten Mitglieder den Kreisvorsitzenden Johannes Thum aus Donauwörth zum Landtagsdirektkandidaten. Als Direktkandidat für den Bezirkstag tritt Matthias Fritzsche, Kreisrat und Gemeinderat aus Steinhart (Gemeinde Hainsfarth) an. Außerdem wurden nominiert: Karl Rembold aus Donauwörth und Andreas Becker aus Möttingen als Zweitstimmenkandidaten auf der Landtags- beziehungsweise Bezirkstagsliste.

Bayerns Schätze durch Flächensparen bewahren, faire Bündnisse mit der Landwirtschaft statt Agrarindustrie und Massentierhaltung, 100 Prozent erneuerbare Energien, die Klimaüberhitzung bekämpfen – neben diesen ökologischen Schwerpunktthemen präsentiert sich die ÖDP nach eigenen Angaben auch auf anderen Politikfeldern als „wählbare Alternative zur CSU“ und wirbt „für neues Vertrauen in die Politik“. Mit diesen Kernthemen wolle man den Einzug in den Landtag schaffen.

Johannes Thum sagte: „Wir haben landesweit rund 380 kommunale Mandatsträger und außerparlamentarisch viele Erfolge durch Volksbegehren. Das wird zunehmend anerkannt. Immer mehr Menschen vertrauen den von Konzernen finanzierten Parlamentsparteien und der bayerischen Landespolitik nicht mehr. Deshalb haben wir 2018 eine echte Chance, die Fünf-Prozent-Hürde zu überspringen.“

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In Bayern gibt es Matthias Fritzsche zufolge „genügend wertkonservative Menschen, die nur mit Bauchschmerzen die CSU gewählt haben und jetzt wechseln wollen, aber nicht zur marktradikalen FDP oder zu den programmlosen Freien Wählern“. Die ÖDP könne echte Erfolge vorweisen: „Das gekippte Büchergeld, den Nichtraucherschutz, fünf gestrichene Atomkraftstandorte im Freistaat, die Kehrtwende in der landwirtschaftlichen Gentechnik, die Abschaffung des Senats und die Verkleinerung von Regierung und Landtag. Ohne die ÖDP hätte es das nicht gegeben“.

Die ÖDP habe seit Jahren zwei wichtige Alleinstellungsmerkmale: die Absage an eine Politik des ständigen Wachstums und Mehrverbrauchs und ihr Bekenntnis zur Familie. Die Partei fordere, dass Eltern, die ihre unter dreijährigen Kinder familiär betreuen, ein Erziehungsgehalt bekommen sollten, das genauso hoch wie der Betrag sein sollte, den ein Krippenplatz pro Kind und Monat kostet. (dz)

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