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Petition

19.11.2019

Ottinger Schlossherrin hat das Nachsehen

Dominique von Herzogenberg (Mitte) kämpft für das Torhaus des Schlosses Otting, das sie bis vor wenigen Jahren in ihrem Besitz glaubte. Rechts die für die Petition zuständige Landtagsabgeordnete Petra Högl.
Foto: Barbara Wild

Das Ehepaar von Herzogenberg kämpft vergeblich für das Torhaus und gegen die Behörden.

Eines wird sich Dominique von Herzogenberg, Besitzerin des Ostflügels des Schlosses Otting, niemals vorwerfen müssen: Sie hätte nicht genug gekämpft. Im Gegenteil: Sie hat alle Mittel und Wege genutzt, um die Behörden zu überzeugen, dass sie in ihrer Kartierung bei Schloss Otting, genauer gesagt, beim Torhaus, einen Fehler gemacht haben.

Lesen Sie hierzu: Streit um Ottinger Schlosstor

Von Herzogenberg schrieb an die Ministerpräsidenten, sie sprach in der Staatskanzlei vor, sie kämpfte per Anwalt und über die Medien. Die Unterlagen, die sie zum Grenzverlauf innerhalb des Schlossgeländes gesammelt hat, füllen viele Ordner. Beharrlich vertrat von Herzogenberg ihre Einschätzung, der Fehler von 1996 müsse rückgängig gemacht werden, um ihr das auch offiziell zu bestätigen, was sie viele Jahre so sicher in ihrem Besitz geglaubt hatte: Das Torhaus des Schlosses Otting.

Es wird lieber geklagt, statt sich zu einigen

Zuletzt hatte sie per Petition angestrebt, dass die falsche Vermessung, damals durch das Flurbereinigungsverfahren ausgelöst, rückgängig gemacht wird. Und ob diese wirklich falsch oder richtig war – das war irgendwann gar nicht mehr die Frage. Vielmehr machen Paragrafen und Urteile des Verwaltungsgerichtshofes München deutlich: Was einmal nach der „Schlussfeststellung der Flurneuordnung“ kartiert ist, ist unanfechtbar und hinnehmbar. Sprich: Dominique von Hardenberg muss hinnehmen, dass das Torhaus nicht zu ihrem Teil des Schlosses, sondern zum Haupthaus gehört. Das Zimmer darüber, selbst wenn es nur von ihrer Seite einen Zugang hat, ist nicht Teil ihres Besitzes.

Der Nachbar, erst des ganzen Aufhebens wegen darauf aufmerksam gemacht, hat dort nun das Sagen. Das hat ihm der Petitionsausschuss jetzt bestätigt. Allein dann, könnte die Grenze neu gezogen, werden wenn sich die Nachbarn darüber einig wären. Doch das ist in weiter Ferne. Es wird lieber geklagt.

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