Newsticker

RKI meldet am Sonntag 14.611 neue Corona-Fälle
  1. Startseite
  2. Lokales (Donauwörth)
  3. Paintball-Schnäppchen aus Asien: Mann vor Gericht

Donauwörth/Nördlingen

25.10.2017

Paintball-Schnäppchen aus Asien: Mann vor Gericht

Ein Paintball-Sportler aus dem südlichen Donau-Ries-Kreis hat sich wegen einer Bestellung im Internet einigen Ärger eingehandelt.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Spieler aus dem südlichen Landkreis Donau-Ries bestellt per Internet einen verbotenen Gegenstand. Das bringt dem 18-Jährigen Ärger ein.

Ein junger Mann aus dem südlichen Donau-Ries-Kreis spielt begeistert Paintball. Dabei treten zwei Teams gegeneinander an und versuchen sich mit waffenähnlichen „Markierern“ mit Farbkugeln zu treffen. Um seine „Waffe“ aufzumotzen und vielleicht auch besser zu treffen, bestellte sich der 18-Jährige per Internet einen sogenannten Laserzielprojektor. Das ist ein Aufsatz auf eine Schusswaffe, der auf die Stelle, die man gerade ins Visier nimmt, einen roten Lichtpunkt setzt. Oft ist dies in Krimis zu sehen.

Der Laserzielprojektor schien ein wahres Schnäppchen, denn er kostete gerade mal drei Euro. Doch das Gerät wurde für den 18-Jährigen teuer. Es ist nach dem Waffengesetz in Deutschland ein verbotener Gegenstand. Die Konsequenz: ein Prozess vor dem Amtsgericht Nördlingen.

Der Fall kam auf, weil der Zoll in Donauwörth das Päckchen aus Malaysia kontrollierte. Es folgten eine Strafanzeige und eine Anklage. Vor Jugendrichter Andreas Krug räumte der junge Mann ein, den Laserzielprojektor erstanden zu haben. Das Problem: Das Produkt aus Asien ist von der Qualität her möglicherweise nicht so hochwertig, hat aber eine Vorrichtung zum Anbau an Waffen – und ist damit verboten. Er habe nicht gewusst, dass der Kauf strafbar ist, beteuerte der Angeklagte.

Angesichts der Gesamtumstände und der Tatsache, dass der 18-Jährige noch nie negativ aufgefallen ist, stellte Richter Krug das Verfahren ein – allerdings verbunden mit der Auflage, dass der Paintball-Sportler, der für dieses Freizeitvergnügen auch mal gerne nach Tschechien fährt, 400 Euro bezahlt. (wwi)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren