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Landkreis Donau-Ries

21.11.2019

Peter Moll offiziell als Landrats-Kandidat nominiert

Peter Moll kandidiert als Landrat für die SPD im Kreis Donau-Ries.
Foto: Foto: Schmid

Kreis-SPD stellt ihre Liste für die Wahl zum Kreistag auf. Welches Ziel die Sozialdemokraten haben und welche erfahrenen Kräfte sich verabschieden.

Bei der jüngsten Kreisversammlung der SPD Donau-Ries ist der Donauwörther Kreis- und Stadtrat Peter Moll offiziell zum Landratskandidaten nominiert worden. Auf den 56-jährigen Leitenden Ministerialrat im Bayerischen Gesundheitsministerium entfielen 63 von 64 Stimmen. Bei der Veranstaltung verabschiedeten die Genossen zudem die Bewerberliste für die Kreistagswahl im Frühjahr 2020. Die langjährige Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Ursula Straka, hat in Monheim ihren Abschied aus der Kreispolitik angekündigt.

Peter Moll erläuterte einige Schwerpunkte seines Wahlprogramms, das er bereits in Auszügen bei seiner Vorstellung im Sommer in Harburg präsentiert hatte. Wohnen und Pflege stellte er als wichtige Zukunftsherausforderungen in den Vordergrund, betonte aber gleichzeitig, dass „Wohnen“ keine originäre Kreisaufgabe sei. Angesichts der Brisanz des Themas plädiere er jedoch dafür, sich als Landkreis in Form von freiwilligen Leistungen beispielsweise an Wohnungsgenossenschaften zu beteiligen, die neuen Wohnraum schaffen.

Ausreichend Pflegeplätze schaffen

Bei der Pflege sei der Kreis gefordert, für ausreichend Plätze zu sorgen, insbesondere im Kurzzeitbereich, in dem es einen großen Bedarf gebe.

Nachholbedarf sieht Moll im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Hier gelte es zusammen mit den Unternehmen nach Lösungen zu suchen, die es den Bürgern erleichterten, auf ihr Auto zu verzichten. Damit einher gehe die Förderung des Radverkehrs. Ein erster wichtiger Schritt hierfür sei der neue Radbeauftragte des Landkreises, von dem sich die SPD entsprechende Impulse erhoffe, nicht zuletzt hinsichtlich der Finanzierung von Radwegen.

In der bisherigen Form weiterlaufen müssten die Investitionen im Bildungsbereich. Grundsätzlich sei er auf diesem Gebiet mit dem Kurs des amtierenden Landrats Stefan Rößle einverstanden, erklärte Peter Moll. Der formulierte dieses weitere Anliegen: Der Landkreis Donau-Ries soll klimaneutral gemacht werden. In diesem Zusammenhang sollen lokale Energieprojekte gefördert werden. Weiterhin werde er im Falle seiner Wahl zum Landkreischef versuchen, die Landkreisverwaltung zu modernisieren und dabei die Bürgernähe und den Dienstleistungsgedanken zu stärken, sagte Moll weiter. Insgesamt müsse er aber der Kreisverwaltung bescheinigen, gut aufgestellt zu sein.

Von 60 Kandidaten sind 21 Frauen

Ohne große Aussprache wurde im Anschluss die Kreistagsliste verabschiedet. Nicht mehr dabei sind neben Ursula Straka (Oettingen) der langjährige Kreisrat Alfred Stöckl aus Tapfheim und Hermann Rupprecht aus Huisheim. Von den 60 Kandidaten sind 21 Frauen.

Unterbezirksvorsitzender Christoph Schmid bezeichnete die Liste als regional ausgewogen. Sie sei eine Mischung aus erfahrenen Mandatsträgern und neuen Kräften aus vielen unterschiedlichen Berufssparten. Als Minimalziel nannte Schmid, die bisherigen zehn Sitze zu halten und zweistärkste politische Kraft im Kreistag zu bleiben. Außerdem müsse eine absolute Mehrheit von CSU und Jungen Bürgern wie schon 2014 verhindert werden.

Mit ihren Bewerbern zeigten die Sozialdemokraten, dass sie im Kreis kommunal verwurzelt seien. Alle Kandidaten stellten sich uneingeschränkt hinter die politischen Vorstellungen von Landratskandidat Peter Moll mit den Schwerpunkten Verbesserung des ÖPNV, Wohnen und Pflege.

Die Liste der Kandidaten:

1. Peter Moll (Donauwörth)

2. Rita Ortler (Nördlingen)

3. Christoph Schmid (Alerheim)

4. Laura Schwetz (Nördlingen)

5. Georg Wiedemann (Oettingen)

6. Marion Segnitzer-König (Rain)

7. Gerhard Martin (Rain)

8. Claudia Müller (Harburg)

9. Johann Roßkopf (Wemding)

10. Brigitte Kundinger-Schmidt (Donauwörth)

11. Martin Paninka (Bäumenheim)

12. Gabriele Fograscher (Nördlingen)

13. Daniel Becht (Mertingen)

14. Christine Scheuenpflug (Monheim)

15. Andreas Pelzer (Monheim)

16. Sonja Gernhäuser-Weng (Deiningen)

17. Daniel König (Rain)

18. Lisa Krüger (Harburg)

19. Thomas Heydecker (Oettingen)

20. Heidi Vogel (Wemding)

21. Simon Srownal (Bäumenheim)

22. Martina Krommrei (Oettingen)

23. Sven Lang (Ederheim)

24. Sieglinde Schönherr (Bäumenheim)

25. Dominik Zolnhofer (Fremdingen)

26. Christine Schmid (Tapfheim)

27. Thomas Paus (Wallerstein)

28. Elvir Ferber (Bäumenheim)

29. Thomas Stowasser (Nördlingen)

30. Helga Utjesinovic (Monheim)

31. Peter Martin (Harburg)

32. Renate Scholz (Bäumenheim)

33. Cihangir Kadapoglu (Donauwörth

34. Manuela Martin (Deiningen)

35. Daniel Zech (Möttingen)

36. Gerda Jall-Struck (Tapfheim)

37. Peter Sander (Hohenaltheim)

38. Simone Segnitzer (Rain)

39. Jürgen Deg (Harburg)

40. Edith Belau (Mertingen)

41. Heiner Kopriwa (Donauwörth)

42. Kathrin Schmeusser (Wallerstein)

43. Rald Vogel (Wemding)

44. Oliver Holzmann (Wallerstein)

45. Alexander Schiele (Huisheim)

46. Christian Martin (Rain)

47. Günther Schiele (Kaisheim)

48. Erwin Eckhardt (Ederheim)

49. Karlheinz Uhl (Wemding)

50. Jürgen Greiner (Nördlingen)

51. Norbert Meyer (Monheim)

52. Daniel Grün (Harburg)

53. Claus Karsten (Wemding)

54. Thomas Haselmayr (Mertingen)

55. Günter Schön (Donauwörth)

56. Andreas Weller (Alerheim)

57. Peter Wechsler (Kaisheim)

58. Johann Kechele (Nördlingen)

59. Claus Härpfer (Donauwörth)

60. Robin Bhattacharyya (Oettingen).

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