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Kommunalwahl 2020

27.01.2020

Peter Moll will im zweiten Anlauf Landrat im Donau-Ries-Kreis werden

Peter Moll möchte Landrat werden. Für den Kandidaten der SPD ist es der zweite Versuch. 2014 erreichte er ein respektables Ergebnis.
Foto: Widemann

Plus Peter Moll möchte es noch einmal wissen. Bereits vor sechs Jahren hatte er für das Amt des Kreischefs kandidiert. Was diesmal anders ist.

Landrat wollte Peter Moll bereits vor sechs Jahren werden. Er sei damals kommunalpolitisch ein völlig unbeschriebenes Blatt gewesen, blickt der inzwischen 56-Jährige zurück. Aus dem Stand erreichte Moll über 38 Prozent der Stimmen – für einen Kandidaten der SPD in diesen Zeiten ein richtig respektables Ergebnis. Mit dem Landratsposten klappte es 2014 zwar nicht, jedoch zog der Riedlinger in den Donauwörther Stadtrat und in den Kreistag ein.

Dies bedeute für 2020: „Ich bin jetzt tiefer in den Themen drin.“ Und Moll unternimmt erneut einen Anlauf für das Amt des Landrats. Drei Gründe habe er dafür: Erstens traue er sich zu, eine Behörde mit rund 600 Mitarbeitern zu führen, zweitens müsse es eine demokratische Auswahl geben („ SPD ohne Kandidat geht nicht“) und drittens sei es 2014 knapp zugegangen: „Ich will schauen, wie es heuer aussieht.“

Moll will andere Schwerpunkte setzen

Die Kreispolitik in den vergangenen sechs Jahren bewertet Peter Moll so: „Der Landrat hat durchaus gute Politik gemacht, aber ich will andere Schwerpunkte setzen.“ Es gelte, den Landkreis fit für die Zukunft zu machen und gleichzeitig das zu erhalten, was den Donau-Ries-Kreis derart lebenswert mache. Moll beschäftigt vor allem die älter werdende Gesellschaft. Gesundheit und Pflege seien da wichtige Themenfelder.

Es gelte, die Region darauf vorzubereiten, dass in dieser immer mehr Senioren leben. Einen Punkt, den Moll ändern möchte: Als Sozialdemokrat lehne er es grundsätzlich ab, dass im gemeinsamen Kommunalunternehmen (gKU) Donau-Ries mit seinen Kliniken und Seniorenheimen bestimmte Berufsgruppen in eine Servicegesellschaft ausgelagert sind.

Ökologisch und sozial

Nachhaltigkeit beschäftigt den SPD-Kandidaten ebenfalls schwerpunktmäßig. Dabei betont er, neben dem ökologischen Aspekt müsse auch der soziale im Auge behalten werden: „Wir müssen aufpassen, dass wir da nicht die sozial Schwächeren abhängen.“ Dazu gehöre beispielsweise der öffentliche Personennahverkehr: „Wir brauchen ein neues Gesamtkonzept für den Landkreis, das für alle bedien- und benutzbar ist.“

Großen Wert möchte Moll auch auf eine Solidarität zwischen dem Landkreis und den Kommunen legen. Es sei zu hinterfragen, ob die Städte und Gemeinden wirklich eine so hohe Umlage an den (schuldenfreien) Landkreis zahlen müssen. Die Hallenbäder seien in den Blickpunkt gerückt. Zwar seien diese Einrichtungen nicht Aufgabe des Kreises, „aber wir sollten darüber nachdenken, ob man über freiwillige Leistungen etwas tun könnte“.

Bis zum 15. März will Moll rund 50 Termine wahrgenommen haben. Er wisse inzwischen, dass man den Bürgern genau zuhören müsse: „Es sind viele Kleinigkeiten, welche die Menschen bewegen.“ (wwi)

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