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Infrastruktur

05.07.2012

Pflaster und Parkplätze

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Das Entwicklungskonzept für die Altstadt überreichte Professor Martin Schirmer an Bürgermeister Dr. Martin Drexler.

Der Wemdinger Stadtrat hat ein Konzept beschlossen, mit dem die Altstadt attraktiver gestaltet werden soll. Vier „Impulsprojekte“ werden nun konkret angepackt

Wemding „Wemding ist eine wunderschöne Stadt.“ Dies hat der Architekt und Stadtplaner Professor Martin Schirmer festgestellt. Er und seine Mitarbeiter haben aber auch schonungslos die Defizite der Wemdinger Altstadt aufgedeckt. Eine kleine Auswahl: Wohnhäuser und Geschäfte stehen leer, Parkplätze fehlen und es gibt nur wenige Grünflächen. Rund zwei Jahre lang beschäftigte sich Schirmer mit der Situation und legte nun ein Konzept vor, mit dem das historische Zentrum attraktiver gestaltet werden soll. Einhellig nahm der Stadtrat am Dienstagabend das „Integrierte Stadtentwicklungskonzept“, kurz Isek, zustimmend zur Kenntnis und beschloss sogleich, vier „Impulsprojekte“ umgehend in Angriff zu nehmen.

Die Räte streben eine Erweiterung des Parkplatzes im Stadtgraben am Fuchsturm an. Hintergrund: Die Experten stellten fest, dass in mehreren Bereichen der Altstadt – unter anderem rund um den Marktplatz, in der Wallfahrtsstraße, in der Nördlinger Straße/Langgasse und am Schlosshof – zu wenig Stellplätze vorhanden sind.

Die Kommune will auch die künftigen Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten für den Schlosshof untersuchen. Bekanntlich soll in ein paar Jahren ein neues Feuerwehrhaus an anderer Stelle gebaut werden.

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Kurz vor der Vollendung steht ein einheitliches Beschilderungskonzept. Dazu gehören große Tafeln an den Ortseingängen, ein Parkleitsystem, eine Hotelroute und Wegweiser zu Einrichtungen wie Apotheken und Geldautomaten.

Weil das Kopfsteinpflaster an vielen Stellen der Altstadt holprig ist, sind sogenannte Gehstreifen geplant. Auf diesen sollen Fußgänger, Rollstuhlfahrer sowie Menschen mit Rollatoren und Kinderwagen besser vorankommen. Bürgermeister Dr. Martin Drexler und Sprecher der Fraktionen im Stadtrat lobten, dass sich in dem zweijährigen Entwicklungsprozess auch Bewohner aktiv einbrachten. Das Isek ist Voraussetzung dafür, dass die Stadt für die konkret ins Auge gefassten sowie die weiteren angedachten und in dem Konzept aufgeführten Projekte vom Bund und vom Freistaat finanzielle Hilfe erhält. Dies geschieht im Rahmen des Programms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.

„Die Aufgaben sind so gewaltig, dass sie die Stadt nicht alleine stemmen kann“, sagte Schirmer. Drexler betonte, dass die einzelnen Maßnahmen nur dann verwirklicht würden, wenn der Stadtrat dies konkret beschließe und das nötige Geld vorhanden sei. Alexander Im (CSU/Amerbacher Liste) sprach von einem Handlungsleitfaden, „der uns mit auf den Weg gegeben wird“. Johann Roßkopf (SPD) hoffte, dass das Gehwegekonzept rasch umgesetzt wird. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, meinte Dieter Langer (PWG). „Unsere Altstadt ist das Pfund, mit dem wir wuchern können. Aber dafür müssen wir etwas tun“, merkte Diana Waimann (Frauenliste) an.

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