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Infrastruktur

19.05.2015

Planungen für neue Behörde starten

Die Kassenhalle des Finanzamtes in Donauwörth – sie soll den neuen Plänen zufolge abgerissen werden. Ein Neubau für die Stellen aus München wird mit Kosten von 6,7 Millionen Euro beziffert.
Bild: Magdalena Krach

Wann die Bearbeitungsstelle des Finanzamts München nach Donauwörth kommt, ist aber noch immer unklar. Das sind die aktuellen Fakten zu dem Millionenprojekt

Das steht bereits seit längerer Zeit fest: Als Ausgleich für den Verlust der Kaserne soll in Donauwörth eine Bearbeitungsstelle des Finanzamts München mit 45 Beschäftigten angesiedelt werden. Wann dieses Vorhaben umgesetzt wird, ist indes noch immer unklar. Nach den politischen Absichtserklärungen der vergangenen Jahre – der Ministerrat fasste den Grundsatzbeschluss im März 2012 – ist jetzt aber ein erster konkreter Schritt erfolgt: Das bayerische Finanzministerium hat dem Staatlichen Bauamt den Auftrag erteilt, in die konkreten Planungen einzusteigen. Dies teilt der zuständige Staatssekretär Johannes Hintersberger mit.

Um die Finanzbeamten aus München in Donauwörth unterzubringen, muss gebaut werden – und zwar auf dem Gelände der jetzigen Finanzamt-Außenstelle an der Sallingerstraße. Dort wird den Plänen zufolge die sogenannte Kassenhalle abgerissen.

Dabei handelt es sich um das Nebengebäude, das auf Betonsäulen steht. An dessen Stelle soll ein Neubau errichtet werden. Die Kosten sind gewaltig: Das Ministerium rechnet mit 6,7 Millionen Euro. Dafür soll ein Gebäude mit einer Hauptnutzfläche von über 1000 Quadratmetern entstehen.

Zudem – und das ist neu – sieht das Konzept vor, dass die Finanzbehörde künftig auch das zweite Obergeschoss des benachbarten einstigen Amtsgerichtsgebäudes nutzen wird. In dem Komplex befindet sich das Vermessungsamt. Das besagte Stockwerk steht momentan leer. Die Räume sollen Hintersberger zufolge mit einem Kostenaufwand von etwa 100000 Euro hergerichtet werden. Mit dem Auftrag an die Bauverwaltung geht es nun an die Detailplanungen. Wenn diese vorliegen, entscheidet der Landtag weiter. Nach Auskunft des Landtagsabgeordneten Wolfgang Fackler lassen sich die weiteren Schritte erst abschätzen, wenn der Landtag den Doppelhaushalt für die Jahre 2017 und 2018 festgezurrt hat. Dies werde voraussichtlich im November 2016 geschehen. Es dürften somit noch ein paar Jahre ins Land ziehen, bevor sich die neue Behörde in Donauwörth ansiedelt. Dennoch stellt Fackler klar: „Der Planungsauftrag ist ein klares Signal an die Beschäftigten, die auf die Bearbeitungsstelle und damit auf einen Arbeitsplatz vor Ort warten.“

Der Freistaat Bayern setze indessen dadurch ein deutliches Zeichen, dass die Stadt Donauwörth bei der Bewältigung der Folgen des Abzugs der Bundeswehr aus der Delp-Kaserne unterstützt werde.

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