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Sicherheit

09.03.2018

Polizei hat den Bahnhof im Auge

Die Polizei zeigt im und am Donauwörther Bahnhof verstärkt Präsenz. Grund dafür sind zahlreiche unerfreuliche Vorkommnisse mit afrikanischen Asylbewerbern. Im Einsatz sind nun unter anderem Kräfte aus Augsburg, darunter dieser Hundeführer.
Bild: Wolfgang Widemann

Nach diversen Vorfällen und Beschwerden sind die Ordnungskräfte in Donauwörth verstärkt präsent. Es gibt auch schon erste Erfahrungen.

Donauwörth Im Bereich des Donauwörther Bahnhofs sind seit der vorigen Woche immer wieder ungewöhnlich viele Sicherheitskräfte zu beobachten. Mit dieser Maßnahme möchten die örtliche Polizeiinspektion, die Stadt und die Bahn die Probleme in den Griff bekommen, die seit Wochen für Gesprächsstoff sorgen. In der kalten Jahreszeit hat ein Teil der Bewohner der Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber, die sich in der ehemaligen Kaserne befindet, das Bahnhofsareal und den Vorplatz zum bevorzugten Treffpunkt auserkoren. Seitdem kam es zu Vorfällen, die manchen Passanten und Bahnreisenden, aber auch Busfahrer stören oder gar verängstigen (wir berichteten).

Als dann auch noch rund 150 Gambier am Rosenmontag zum Bahnhof marschierten, mit dem Zug abreisen wollten (was nicht möglich war) und mit einer Art Kundgebung stundenlang ein großes Polizeiaufgebot beschäftigten, sahen dem Inspektionsleiter Thomas Scheuerer zufolge die zuständigen Stellen den Zeitpunkt gekommen, diesen Zuständen ein Ende zu bereiten.

Die Aktion zeigt augenscheinlich Wirkung

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Seitdem ist die Polizei in und am Bahnhof verstärkt anwesend – und zwar mit Beamten der örtlichen Inspektion, des Einsatzzugs samt Hundeführern aus Augsburg und der Bundespolizei, die für die Bahnanlagen zuständig ist. Hinzu kommen die Sicherheitswacht und der kommunale Ordnungsdienst. „Wir zeigen Präsenz und führen Personenkontrollen durch“, erklärt Scheuerer. Die Aktion zeige augenscheinlich Wirkung. Die Lage habe sich etwas gebessert. Soll heißen: Es gibt weniger Zwischenfälle, zu denen die Polizei gerufen wird oder über die sich Bürger beschweren.

Über den Winter war das noch anders. Bei Polizei und Stadt gingen reihenweise Beschwerden über das Verhalten mancher Gambier ein. Die benahmen sich Scheuerer zufolge gegenüber Busfahrern daneben oder fielen durch ihren Alkoholkonsum auf. An manchen Tagen sei die Polizei zwei- bis dreimal zum Bahnhof gerufen worden.

Dort habe zudem ein offensichtlicher Drogenhandel in kleinerem Stil stattgefunden. Auch dieses Problem möchten die Gesetzeshüter nun in den Griff bekommen. Dabei werden nach Auskunft des Ersten Hauptkommissars unter anderem verdeckt arbeitende Kräfte eingesetzt.

Der Inspektionsleiter betont, dass nur ein kleiner Teil der Gambier, die in der Einrichtung auf dem Schellenberg untergebracht sind, negativ auffalle. Aktuell seien rund 300 Asylbewerber aus dem westafrikanischen Land in Donauwörth. Einen Anspruch auf Asyl haben erfahrungsgemäß die wenigsten Gambier. Ständig bekommen welche ihren Ablehnungsbescheid, jedoch treffen auch weiterhin neue Asylbewerber ein.

Die verstärkten Ordnungskräfte werden Scheuerer zufolge in jedem Fall den ganzen März über am Bahnhof tätig sein: „Man muss jetzt schauen, wie sich das entwickelt.“ Es bleibe abzuwarten, wie es weitergehe, wenn die warme Jahreszeit startet. Bekanntlich sorgten einige Gambier im vorigen Sommer/Herbst am Alten Donauhafen und in der Promenade für Stress – bis Polizei und Ordnungsdienst dort regelmäßig patroullierten.

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