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Landkreis Donau-Ries

14.05.2020

Polizei kontrolliert verstärkt in Spielstraßen

Die Adolph-Kolping-Straße auf der Ried-Insel in Donauwörth ist ein verkehrsberuhigter Bereich. Dort darf nur Schrittgeschwindigkeit gefahren werden. Die Polizei Inspektion Donauwörth will jetzt in Spielstraßen verstärkt kontrollieren.
Bild: Wolfgang Widemann

Plus Die Beamten haben viele Verstöße gegen die Geschwindigkeitsbegrenzung beobachtet – und reagieren jetzt.

Wer mit dem Auto auf sogenannten Spielstraßen unterwegs ist, sollte in den kommenden Wochen ganz besonders vorsichtig sein und den Fuß vom Gas nehmen. Grund: Weil sich offenbar viele Fahrer in den verkehrsberuhigten Bereichen nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit halten, will die Polizeiinspektion Donauwörth nun gezielt kontrollieren.

Maximal zehn Stundenkilometer in Spielstraßen erlaubt

Die Spielstraßen sind mit rechteckigen blauen Schildern markiert, auf denen unter anderem ein Auto, ein Haus und Personen dargestellt sind. Die Vorgaben sind klar: Es eine Geschwindigkeit von maximal zehn Stundenkilometern erlaubt, auf Fußgänger – vor allem Kinder – muss besondere Rücksicht genommen werden, und das Parken ist nur auf eigens markierten Flächen gestattet.

Beamten der Dienststelle in Donauwörth fiel in der jüngeren Vergangenheit jedoch auf, dass sich motorisierte Verkehrsteilnehmer so gar nicht an die Regeln hielten. Sprich: Sie brausten viel zu schnell auf diesen Straßen. Dies war laut Stephan Roßmanith, Pressesprecher der Inspektion, beispielsweise in der Adolph-Kolping-Straße auf der Ried-Insel in Donauwörth wiederholt der Fall. Diesen Weg vorbei am Kino und am Raiffeisen-Volksbank-Parkplatz nutzen manche Autofahrer quasi als Abkürzung. Von Anwohnern gebe es massive Beschwerden.

Mehrere Unfälle in der Region

Was den Polizisten zuletzt ebenfalls negativ ins Auge stach: Durch überhöhte Geschwindigkeit in Spielstraßen kam es auch zu mehreren Unfällen. Roßmanith nennt ein Unglück in Kaisheim als Beispiel. Dort fuhr ein Mann mit einem Kleintransporter viel zu schnell so knapp an einer Zwölfjährigen auf Inlineskates vorbei, dass sie stürzte und sich verletzte. Der 38-Jährige stoppte kurz, merkte an, es sei ja nichts passiert, und machte sich aus dem Staub. Dies hat Ermittlungen wegen des Verdachts der Unfallflucht und der fahrlässigen Körperverletzung zur Folge.

Harte Strafen gegen Raser

Im Kampf gegen Raser in verkehrsberuhigten Bereichen will die Polizeiinspektion in ihrem Gebiet zwischen Bäumenheim und Wemding nun verstärkt die Geschwindigkeiten mit einer Laserpistole messen.

Roßmanith warnt: Wer sich nicht an die Schrittgeschwindigkeit halte, sei schnell in einem Bereich, der eine Anzeige, Punkte in Flensburg und möglicherweise auch ein Fahrverbot nach sich ziehe.

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