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Projekt

24.10.2019

Post plant neuen Stützpunkt

Der Zustellstützpunkt in Harburg wird möglicherweise bald nach Wemding verlagert. Dort plant die Deutsche Post DHL einen neuen Komplex, der für beide Städte samt Umgebung zuständig sein soll.
Bild: Wolfgang Widemann

Plus In Wemding soll ein Komplex errichtet werden. Das Grundstück steht bald bereit. Die Maßnahme bedeutet wohl das Aus für den Standort in Harburg

Die Deutsche Post DHL möchte offenbar in Wemding einen neuen Zustellstützpunkt bauen. Der soll für den Bereich Wemding/Harburg zuständig sein. Während in Wemding ein neuer Komplex hochgezogen werden soll, bedeutet das Projekt dem Vernehmen nach das Aus für den aktuellen Stützpunkt in Harburg. Damit gehen in der Burgstadt auch Arbeitsplätze verloren und werden nach Wemding verlagert.

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Das Thema wurde nun öffentlich, weil sich der Stadtrat in Wemding mit dem möglichen Grundstück für den neuen Stützpunkt beschäftigte. Seit rund zweieinhalb Jahren laufe ein „Prozess im Hintergrund“, merkte Bürgermeister Martin Drexler an. Dieser dankte dem Bundestagsabgeordneten Ulrich Lange, der sich „intensiv eingebracht“ habe. „Es geht um die Vor-Ort-Versorgung“, sagte der Rathauschef. Wenn die Stadt einen solchen Stützpunkt habe und dieser erweitert werden könne, sei das „gut für unsere Bevölkerung und für unsere Firmen“.

30 Arbeitsplätze

Der Deutschen Post zufolge würden in dem Komplex mindestens 30 Arbeitsplätze angesiedelt. Am momentanen Stützpunkt in Wemding am Kapuzinergraben sind es 18 Stellen. In Harburg sind nach Informationen unserer Zeitung aktuell rund ein Dutzend Personen beschäftigt. Die Deutsche Post begründet ihre Pläne mit dem stetig steigenden Volumen an Paketen in der Region. Deshalb wolle man expandieren. Zuständig für das Projekt ist die Niederlassung Augsburg der Deutschen Post DHL.

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Das Unternehmen will das Gebäude entweder selbst bauen oder von einem Investor errichten lassen. Von dem Stützpunkt aus sollen die 30 Mitarbeiter rund 13000 Haushalte versorgen. Mit dem Neubau bestünde auch die Möglichkeit, die Zustellung zu 100 Prozent auf Fahrzeuge mit Elektroantrieb umzurüsten. Über diese Gedankenspiele der Deutschen Post berichtete den Räten Robert Weng von der VG-Verwaltung.

4000 Quadratmeter

Mit der Maßnahme bekäme die Deutsche Post nach eigenen Angaben Anfahrtsrampen für Lastwagen und mehr Platz für die Paketsortierung. Laut Weng benötigt das Unternehmen eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern. Denkbar wäre ein Grundstück im Bereich des „Neuhau“ im Industriegebiet am westlichen Stadtrand. Dort stünde vom Stadelmüllerweg aus gesehen eine Fläche hinter dem neuen AWV-Recyclinghof zur Verfügung. Die Zufahrt wäre über ein Grundstück möglich, das der Stadt gehört. Das Grundstück ist rund 10000 Quadratmeter groß. Somit bliebe Bürgermeister Drexler zufolge ein „Rest“ für andere Zwecke: „Dafür haben wir schon Anfragen.“

Die Fraktionen im Stadtrat zeigten sich von dem Projekt angetan, wenn auch Werner Waimann (Grüne) anmerkte, dass die Sache „noch nicht in trockenen Tüchern“ sei. Martin Drexler stellte fest: „Wir können einen Standort anbieten, der die Voraussetzungen erfüllt.“ Das Gremium beschloss einstimmig, ein entsprechendes Bebauungsplanverfahren einzuleiten.

In Harburg befindet sich der Zustellstützpunkt in einem älteren Gebäude am Steinweg. Dort sind die räumlichen Verhältnisse begrenzt. Wie aus der Burgstadt weiter zu hören ist, sei schon länger im Gespräch, dass es eine Veränderung geben könnte.

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